Willkommen in Tasmanien – dem Naturparadies Australiens! Dein Abenteuer beginnt wahrscheinlich auch in Hobart. Von hier aus erreichst du direkt eines der schönsten Highlights der Insel: den Mount Wellington!
Wenn du glaubst, Australien schon zu kennen, hast du Tasmanien noch nicht besucht. Die Insel steht nicht umsonst auf der UNESCO-Welterbeliste: Unberührte Natur, wilde Berge, tiefe Regenwälder und einzigartige Tiere erwarten dich. Und: Hier gibt es die sauberste Luft der Welt! Das spürst du sofort, wenn du aus dem Flugzeug steigst – jeder Atemzug fühlt sich besonders frisch an.
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Vom Mietwagen zur Spitze des Mount Wellington
Nach der Landung am Flughafen Hobart holen wir unseren Mietwagen ab. Wenn du wie wir morgens ankommst, kannst du entscheiden, ob du erst Hobart erkundest oder direkt auf den Berg fährst. Da wir keine großen Städtefans sind, entscheiden wir uns für Letzteres.

Nach etwa 15 Minuten Fahrt stehen wir schon im Zentrum von Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens. Die Stadt liegt am Fuß des Mount Wellington und bietet dadurch ein ganz besonderes Panorama – der Berg ist von fast überall in der Stadt sichtbar!
Hobart hat eine reiche Geschichte mit vielen historischen Gebäuden. Du kannst entspannt am Waterfront entlangschlendern oder durch die kopfsteingepflasterten Straßen von Battery Point spazieren. Aber wir haben andere Pläne: Es geht hinauf auf den Berg!
Vier Jahreszeiten an einem Tag
Wir hatten es schon gelesen, jetzt erleben wir es selbst: Das Sprichwort „vier Jahreszeiten an einem Tag“ trifft in Tasmanien wirklich zu! Unten in Hobart scheint die Sonne und wir laufen im T-Shirt. Je höher wir kommen, desto mehr schlägt das Wetter um.

Die Fahrt nach oben ist spektakulär. Die Straße windet sich hinauf und mit jeder Kurve wird die Aussicht beeindruckender – bis die Wolken alles verhüllen. Gleichzeitig wird es immer kälter! Der Temperaturunterschied zwischen Hobart und dem Gipfel des Mount Wellington kann bis zu 15 Grad betragen. Oben angekommen erleben wir Regen, Nebel, sogar Schnee und Hagel – und das im Sommer! Es sind nur noch 2 Grad, während unten noch Sommerwetter herrscht[2][3][6].

Zum Glück klart es oben schließlich auf. Was bleibt, ist ein eisiger Wind und eine fantastische Aussicht. Der Wind ist heftig, aber es gibt eine verglaste Aussichtsplattform, auf der du geschützt und warm den Blick genießen kannst. Mit etwas Glück hast du hier einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt, den Derwent River und die umliegenden Täler[2][4][5][6].

The Pinnacles & Organ Pipes
Danach schnüren wir die Wanderschuhe für den Organ Pipes Walk – ein Muss für Wanderfans. Der Weg führt entlang beeindruckender Basaltsäulen, die tatsächlich wie Orgelpfeifen aussehen. Diese Kolonnen entstanden vor Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität. Faszinierend, dass man hier durch eine uralte Vulkanlandschaft wandert[2].

Die Wanderung ist nicht besonders schwer, aber das Wetter macht sie herausfordernd. Wir wechseln zwischen Sonnenschein und Nebel. Gut, dass wir unsere Tipps beherzigt haben:
- Zwiebelprinzip – mehrere Schichten tragen, die du leicht ausziehen kannst
- Wasserdichte Jacke einpacken
- Vorher den Wetterbericht checken (auch wenn das nicht immer hilft)
- Wanderschuhe sollten wasserdicht sein

Für Ambitionierte: Du kannst die Wanderung bis zum Pinnacle verlängern – dann bist du insgesamt 7,2 Kilometer unterwegs. Wir sind nur den Organ Pipes Walk gegangen, was auch wunderschön war! Viele starten die Tour am Pinnacle, steigen erst steil auf und erreichen dann die Organ Pipes. Wir haben am Ende der Route begonnen und vor dem Anstieg umgedreht – Jetlag und ein sanfter Einstieg nach der langen Reise. Es gibt also zwei Varianten!

Übernachten zwischen Schafen
Nach unserem Bergabenteuer fahren wir weiter zur Curringa Farm in Hamilton, etwa eine Stunde von Hobart entfernt. Wir haben eine romantische Studio-Lodge auf dieser aktiven Schaffarm gebucht – bewusst nicht in Hobart, um dem Trubel zu entkommen und am nächsten Tag Zeit für Wanderungen im Mount Field Nationalpark zu sparen.
Bei Ankunft wartet ein BBQ-Paket auf uns. Während die Sonne untergeht, genießen wir unser selbst zubereitetes Abendessen mit Blick auf die Weiden – ein perfekter Abschluss für unseren ersten Tag in Tasmanien!
Praktische Tipps
- Fährst du selbst zum Mount Wellington? Prüfe vorher, ob die Straße geöffnet ist – bei schlechtem Wetter wird sie oft gesperrt[6].
- Nimm ausreichend Wasser für die Wanderung mit
- Möchtest du den Organ Pipes Walk machen? Lade die Route vorher herunter, denn auf dem Berg gibt es oft keinen Empfang – auch wenn der Weg gut markiert ist.
- Plane für die komplette Organ Pipes Wanderung etwa 2 Stunden ein, sonst reicht auch eine Stunde.
Dieser erste Eindruck von Tasmanien macht Lust auf mehr. Hobart ist erst der Anfang!


