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Tasmanien Route & Reisetipps: Wandern, Wildlife & Wow-Aussichten

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Tasmanien ist das wildeste, grünste und vielleicht überraschendste Stück Australiens. Stell dir raue Berggipfel, wilde Tiere, knallblaue Buchten und Regenwälder vor, in denen du dich wie im Jurassic Park fühlst. Wir haben im Februar eine fast zweiwöchige Rundreise über diese kontrastreiche Insel gemacht. In diesem Blog teile ich unsere Tasmanien-Route mit allen Tipps, Highlights und praktischen Infos. Und natürlich: Was du auf keinen Fall verpassen solltest! So kannst du selbst eine unvergessliche Roadtrip durch Tasmanien planen – mit unserer Route als Beispiel!

Warum Tasmanien?

Tasmanien ist perfekt für alle, die Natur, Wandern und Ruhe lieben. Die Insel ist relativ kompakt (etwa 1,5-mal so groß wie die Niederlande), aber unglaublich abwechslungsreich. Innerhalb weniger Stunden fährst du von alpinem Bergland zu weißen Stränden mit türkisfarbenem Meer. Und: Es ist hier wirklich ruhig. Außer an den bekannten Orten (und selbst dort ist es entspannt) hast du viele Wanderwege, Straßen und Aussichtspunkte ganz für dich allein.

Außerdem findest du hier einzigartige Tiere wie den Tasmanischen Teufel, Wombats, Wallabys und Schnabeltiere. Und das leckere Essen, die Weingüter und die frische Luft (laut manchen die sauberste der Welt) sind noch gar nicht erwähnt.

Beste Reisezeit für Tasmanien? Sommer!

Wir waren im Februar dort, was dem August in Europa entspricht. Perfektes Wetter zum Wandern, nicht zu voll und die Tage sind lang. Die Sommermonate Dezember bis Februar sind beliebt, aber auch Frühling und früher Herbst sind gut geeignet. Im Winter kannst du sogar Skifahren!

🌤️ Überblick: Die Jahreszeiten in Tasmanien

Das Wetter in Tasmanien ist überraschend – vier Jahreszeiten an einem Tag sind keine Seltenheit! Hier ein praktischer Überblick pro Saison:

🌱 Saison 🌡️ Durchschnittstemperatur 🌧️ Regenwahrscheinlichkeit ⭐ Erlebnis
Sommer (Dez – Feb) 12 – 22°C 💧 Durchschnittlich ☀️ Beste Zeit für Wanderungen & Wildlife
Herbst (März – Mai) 8 – 18°C 💧 Etwas mehr Regen 🍂 Farbenfrohe Wälder, ruhige Wege
Winter (Juni – Aug) 3 – 12°C 💦 Hoch 🏔️ Schnee in den Bergen, ideal für Ruhesuchende
Frühling (Sep – Nov) 7 – 17°C 🌦️ Wechselhaft 🌸 Blütezeit, frische Luft, entspanntes Reisen

👉 Unser Tipp: Februar war perfekt – angenehmes Wetter, alles grün und nicht zu voll!

Gut zu wissen: Viele Australier haben ab Weihnachten Sommerferien. Im Januar kann es also deutlich voller sein, auch in Tasmanien. Da Tasmanien aber so weitläufig ist, wirst du davon kaum etwas merken. Es ist einfach nicht mit Europa und dem dortigen Ferienansturm zu vergleichen. Das Wichtigste ist, das Wetter im Blick zu behalten.

Die ultimative Route für einen 2-wöchigen Roadtrip

Oben findest du eine Karte unserer Route durch Tasmanien. Zur Orientierung: Wir sind etwa 1.500 Kilometer gefahren. Tasmanien ist ca. 1,5-mal so groß wie die Niederlande!

Mount Wellington Aussicht

1. Startpunkt: Hobart & Mount Wellington

Wir starteten unsere Reise in Hobart, der Hauptstadt von Tasmanien. Ehrlich gesagt haben wir die Stadt selbst ein wenig ausgelassen. Stattdessen sind wir direkt zum Mount Wellington gefahren, um die erste Portion frische Bergluft zu schnuppern. Vier Jahreszeiten an einem Tag sind hier wirklich möglich: Von Sonne bis Schnee in nur einer Stunde. Die Wanderung entlang der Organ Pipes ist sehr zu empfehlen. Hier wanderst du an beeindruckenden Basaltsäulen vorbei, die durch Millionen Jahre vulkanischer Aktivität entstanden sind. Die Aussicht vom Gipfel ist atemberaubend – mit etwas Glück siehst du Hobart, den Derwent River und sogar Teile des Südens der Insel. Das Wetter ist hier launisch, aber genau das sorgt für diese magische, neblige Atmosphäre, die du sonst nirgends findest.

Lesetipp: Hobart & Mount Wellington: Tipps und Erfahrungen

Übernachten auf einer Schaffarm

2. Übernachten auf einer Schaffarm

Kleiner Tipp zwischendurch: In Tasmanien kannst du auch ganz besonders übernachten. Wir verbrachten unsere ersten zwei Nächte auf der Curringa Farm in Hamilton, damit wir am nächsten Tag früh ins Mount Field National Park starten konnten. Ruhig, romantisch und praktisch. Mit Blick über sanfte Felder, einem BBQ-Paket mit Fleisch vom eigenen Hof und Wallabys, die abends vorbeischauen – ein Traumplatz nach einer langen Reise.

Mount Field National Park

3. Mount Field National Park

Wasserfälle, uralte Bäume und… Mücken. Der Three Falls Circuit ist eine wunderschöne Wanderung, bei der du unter anderem die Russell Falls und Lady Barron Falls siehst. Vergiss nicht, beim Tall Trees Walk nach oben zu schauen! Mount Field ist einer der ältesten Nationalparks Tasmaniens, und du wanderst hier buchstäblich zwischen Riesenbäumen, die über 100 Meter hoch sind. Die Russell Falls sind so fotogen, dass sie früher auf Briefmarken abgebildet waren – zu Recht! Hier hörst du nur das Rauschen des Wassers und das Zwitschern der Vögel. Wenn du weiter ins Parkinnere gehst, kommst du zum Lake Dobson, wo du über eine Schotterstraße eine ganz andere Landschaft entdeckst: alpin, still und wild.

Lesetipp: Mount Field Nationalpark: Unsere Highlights

Gordon River Cruise

4. Gordon River Cruise & Strahan

Nach einer langen Fahrt Richtung Westküste kamen wir in Strahan an, einem kleinen Hafenstädtchen. Hier buchten wir die berühmte Gordon River Cruise: Fahrt durch ein Welterbegebiet, über spiegelglattes Wasser, durch Regenwald und zur Gefängnisinsel Sarah Island. Du erfährst viel über die Kolonialgeschichte Australiens, fährst durch die Hell’s Gates (eine schmale Passage zum offenen Meer) und wanderst zwischen jahrhundertealten Bäumen bei Heritage Landing. Die Spiegelungen im Fluss sind magisch – manchmal fühlt es sich an, als würdest du durch ein Gemälde gleiten. Die Stimmung auf dem Boot ist entspannt, das Mittagessen an Bord besteht aus lokalen Produkten, und auch wenn das Wetter etwas grau war, war es ein echtes Erlebnis!

Lesetipp: Gordon River Cruise: Unser Erfahrungsbericht

Cradle Mountain National Park

5. Cradle Mountain National Park

Eines der absoluten Highlights! Wir machten eine anstrengende, aber fantastische 13 km lange Wanderung über den Face Track – und entdeckten sogar einen Ameisenigel! Vergiss nicht, auch im Sommer warme Kleidung mitzunehmen. Cradle Mountain ist das wilde Herz Tasmaniens. Hier wanderst du zwischen schroffen Gipfeln, klaren Seen und dichten Wäldern. Wir starteten im Nebel und Regen, beendeten die Tour aber unter strahlend blauem Himmel mit Blick auf die ikonischen Gipfel. Hier leben Wombats, Wallabys und mit etwas Glück sogar Tasmanische Teufel. Die Wanderung ist anspruchsvoll mit Kletterpassagen (je nach Route), aber jede Kurve bietet ein neues Panorama. Abends besuchten wir ein Tierschutzprojekt und sahen die Teufel aus nächster Nähe.

Lesetipp: Wandern im Cradle Mountain Nationalpark

Launceston Tasmania brewery experience

6. Zwischenstopp in Launceston

Launceston hat uns als entspannte Zwischenstation mit viel Charme überrascht. Wir genossen die Natur in der Cataract Gorge, aßen Scones, sahen Affen im Park (wirklich!) und probierten lokales Bier. Die Stadt verbindet koloniales Flair mit modernen Cafés, und in der Umgebung gibt es Weingüter, Museen und schöne Wanderwege. Perfekt für einen entspannten Tag während deiner Tasmanien-Reise.

Lesetipp: Launceston: Tipps & Highlights

Jacob's Ladder

7. Ben Lomond National Park & Jacob’s Ladder

Ein kleiner Umweg, aber absolut lohnenswert. Jacob’s Ladder ist ein spektakulärer Gebirgspass und die Fahrt dorthin ist schon ein Erlebnis. Oben kannst du wunderbar über eine Art Mondlandschaft wandern. Die Straße schlängelt sich steil an einer Felswand ohne Leitplanke nach oben, und oben wartet ein verlassenes Skidorf mit surrealem Blick ins Tal. Wir machten eine kurze Wanderung über das Plateau, sahen eine Schlange und viele Wallabys. Die Ruhe hier ist intensiv: Du hörst buchstäblich nichts außer dem Wind. Geologie-Fans kommen hier bei bizarren Felsformationen, die Millionen Jahre alt sind, voll auf ihre Kosten. Du brauchst allerdings einen 4WD. Mit dem Camper solltest du es nicht versuchen!

Lesetipp: Jacob’s Ladder & Ben Lomond: Tipps

Freycinet National Park & Wineglass Bay

8. Freycinet National Park & Wineglass Bay

Das ist einer dieser Orte, die man gesehen haben muss. Wir machten die komplette Wanderung zur Wineglass Bay und am nächsten Tag eine Bootstour. Zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Bucht – beide lohnenswert. Wineglass Bay ist nicht umsonst einer der meistfotografierten Orte Tasmaniens: weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und rosa Granitberge bilden eine Kulisse wie aus einem Reisekatalog. Die Wanderung ist anstrengend, aber unterwegs gibt es viel zu sehen. Auf der Bootstour sahen wir Robben, Albatrosse und sogar einen Seeadler. Danach? Zurück zur Lodge mit Blick auf die Bucht, wo wir unter dem Sternenhimmel mit einem Glas Wein den Tag ausklingen ließen.

Lesetipp: Wineglass Bay & Freycinet Nationalpark

The Great Eastern Drive

9. The Great Eastern Drive

Die schönste Küstenstraße der Insel, inklusive Weinfelder, Strände und der ikonischen Bay of Fires. Ein Muss für jede Tasmanien-Rundreise. Diese Route vereint das Beste der tasmanischen Ostküste: die entspannte Atmosphäre der Küstenorte, Weinproben bei kleinen Weingütern und jede Menge wilde Natur. Die Bay of Fires ist ein echtes Farbspektakel mit knallorangen Felsen, schneeweißen Stränden und tiefblauem Meer. Halte unterwegs für frische Austern, spring in eine einsame Bucht oder wandere entlang der Küste. Und das Beste: Viele dieser Orte hast du ganz für dich allein.

Lesetipp: Great Eastern Drive: Highlights & Tipps

Tasman Peninsula & Port Arthur

10. Tasman Peninsula & Port Arthur

Wir beendeten unsere Reise mit einer Mischung aus rauer Küste und Kolonialgeschichte. Port Arthur ist beeindruckend und bewegend, besonders für Geschichtsinteressierte. Vergiss auch die Unzoo nicht, wo du Kängurus füttern kannst! Die Felsformationen im Tasman Nationalpark sind spektakulär: von den wilden Schluchten der Devil’s Kitchen bis zum geheimnisvollen Muster des Tessellated Pavement. Hier kannst du wunderbare Wanderungen machen, etwa zum Cape Hauy oder Cape Raoul. In Port Arthur selbst spazierst du zwischen den Ruinen einer alten Strafkolonie, wo die britische Geschichte plötzlich ganz nah ist. Der Kontrast zwischen der Ruhe der Landschaft und der Schwere der Vergangenheit macht diesen Ort unvergesslich.

Lesetipp: Port Arthur & Tasman Peninsula: Tipps

Auto fahren in Tasmanien

Auto fahren in Tasmanien

Die ersten Kilometer auf Tasmanien zu fahren, mag etwas ungewohnt sein – besonders, wenn du nicht an Linksverkehr gewöhnt bist. Aber ehrlich? Nach einer Stunde hast du den Dreh raus. Und dann kannst du es genießen! Die Straßen schlängeln sich an Berghängen entlang, durch Wälder und an rauen Küsten vorbei. Manchmal fühlt es sich an, als würdest du durch einen Naturfilm fahren. Und auch wenn Tasmanien nur eine kleine Insel ist, unterschätze die Entfernungen nicht. Oft fährst du langsam wegen Kurven, Hügeln oder Tieren auf der Straße – aber genau das macht es so entspannt.

Morgens und bei Sonnenuntergang hast du die größte Chance, Tiere zu sehen. Schön? Ja. Aber auch Vorsicht ist geboten! Wallabys, Wombats und Kängurus überqueren die Straße ohne Vorwarnung. Wir mussten mehrmals stark bremsen. Also: Fahr vorsichtig, besonders auf abgelegenen Strecken.

Auto fahren in Tasmanien - Mount Field National Park

Camper oder Auto mieten?

Es kommt natürlich darauf an, was dir gefällt: Bist du Camper-Fan oder bevorzugst du mehr Komfort? Wahrscheinlich kombinierst du Tasmanien mit einer größeren Australien-Rundreise. Bedenke, dass Tasmanien deutlich kühler ist als das Festland Australiens – vor allem nachts kann es richtig frisch werden.

Die Straßen sind meist in gutem Zustand, aber oft schmal. Viele schöne Orte erreichst du über Schotterwege, was kein Problem ist, solange du langsam fährst. Wenn du dich nicht gut vorbereitest und einfach Google Maps folgst (so wie ich es mit unserem Mietwagen gemacht habe), fährst du manchmal dutzende Kilometer über Schotter. Ob das mit dem Camper angenehm ist, musst du selbst entscheiden. Lade immer Offline-Karten herunter – wir haben Google Maps genutzt. Der Empfang ist manchmal eingeschränkt.

Hotels und Unterkünfte sind auf Tasmanien leider nicht die günstigsten. Die Wahl liegt bei dir. Wir fanden das Auto sehr praktisch. Im zweiten Teil unserer Australien-Rundreise (von Adelaide nach Sydney) waren wir mit dem Camper unterwegs.

Tipps für unterwegs

  • Rechtzeitig tanken: Auf manchen Strecken gibt es über 100 km keine Tankstelle. Und Tanken ist auf Tasmanien oft teurer als auf dem Festland.
  • 🛻 Schotterstraßen sind normal: aber fahre langsam und vorsichtig – besonders mit dem Camper.
  • 📱 Lade deine Navigation offline herunter: Der Empfang ist eingeschränkt, vor allem in Nationalparks und an der Westküste.
  • 🚘 Lass dein Auto bei steilen Abfahrten mit dem Motor bremsen – zum Beispiel bei Jacob’s Ladder. Schont die Bremsen!
  • 🕓 Plane realistisch: 150 km klingt kurz, kann aber locker 3 Stunden dauern.
Tasmanischer Teufel - Tasmanien

Praktische Tipps für deine Tasmanien-Rundreise

Eine gute Vorbereitung ist alles. Wir haben Tasmanien als sehr zugängliches Reiseziel erlebt, aber du bist trotzdem in einem ziemlich abgelegenen Teil Australiens. Hier ein paar zusätzliche praktische Tipps:

  • 🎟️ Kaufe einen National Parks Pass: Den brauchst du für fast jeden Park und er gilt pro Kennzeichen. Du kaufst ihn online oder im ersten Park, den du besuchst.
  • 🐛 Nimm Mückenspray mit: Besonders in Regenwaldgebieten wie Mount Field oder bei stehendem Wasser.
  • 🧥 Kleide dich im Zwiebellook: Das Wetter wechselt schnell, besonders in Bergregionen wie Cradle Mountain.
  • 🧭 Wildlife am besten früh morgens oder abends beobachten: In der Dämmerung werden die Tiere aktiv!
  • 🛏️ Buche Unterkünfte (und Fähren!) rechtzeitig: Februar ist beliebt und viele schöne Unterkünfte sind schnell ausgebucht.
  • 🍎 Nimm Snacks und ausreichend Wasser mit: Unterwegs gibt es nicht überall Einkaufsmöglichkeiten – oder nicht das, was du willst. Leg dir Vorräte ins Auto oder den Camper.

Fazit: Gut vorbereitet unterwegs zu sein, bedeutet maximalen Genuss auf dieser unberührten Insel. Und das Beste: Auch wenn du spontan umplanen musst, ist Tasmanien dafür ideal. Flexibles Reisen ist hier Teil des Charmes.


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