Es gibt Orte, die man meist nur auf Fotos sieht – mit türkisblauem Wasser und weißen Stränden, bei denen man sich fragt, ob sie wirklich so schön sind. In Jervis Bay sind sie es! Wir übernachteten in Huskisson, dem gemütlichsten Küstenort der Bucht, in einer der schönsten Regionen von New South Wales. Nicht weit von Sydney entfernt (nach australischen Maßstäben) ist dies der perfekte Ort, um Delfine zu beobachten. In der Hochsaison fährt täglich (manchmal sogar zweimal pro Tag) ein Bootstour los – buche sie unbedingt auf deiner Roadtrip-Route entlang der Südküste Australiens!
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Warum Jervis Bay & Huskisson?
Jervis Bay liegt etwa 2,5 bis 3 Stunden südlich von Sydney. Bekannt ist sie für ihre strahlend weißen Strände (einige behaupten sogar, es sei der weißeste Sand der Welt – ein Satz, den man oft hört!), das kristallklare Wasser und eine reiche Tierwelt. Delfine leben hier ganzjährig in der Bucht, und in der richtigen Saison (Mai–November) ziehen auch Wale vorbei. Wir waren im März dort und haben daher „nur“ Delfine gesehen.
Huskisson ist zudem ein idealer Ausgangspunkt: ein kleines Zentrum mit Cafés, Restaurants und Boutiquen direkt am Wasser. Von hier starten die meisten Bootstouren durch die Bucht. Es gibt mehrere Campingplätze und schöne Hotels – ideal für einen Zwischenstopp auf deiner Küstenroute!

Unsere Erfahrungen in Jervis Bay
Tag 1 – Booderee National Park & erste Abend in Huskisson
Wir starteten mit einem Besuch des Booderee Nationalparks – ein besonderes Gebiet, das teilweise von der einheimischen Wreck Bay Aboriginal Community verwaltet wird. Der Eintritt ist kostenpflichtig.
Wir machten eine Wanderung, die vielleicht nicht die schönste aller Zeiten war, aber dank zweier toller Aussichtspunkte, sonnigem Wetter und einem Känguru unterwegs ein voller Erfolg wurde. Fahre mit dem Auto Richtung Murrays Beach (Parkplatz auf Google Maps) und unternimm einen kurzen Spaziergang zu Bowen Island. Die ganze Runde lohnt sich nicht (wie wir festgestellt haben), da es unterwegs wenig zu sehen gibt. Optional kannst du weiterlaufen bis zum Ocean Cave Lookout (Google Maps). Danach besser wieder zurücklaufen – mehr zu sehen gibt es nicht.

Möchtest du alle Highlights von Jervis Bay direkt in Google Maps? Wir haben dafür eine praktische Karte, die du ganz einfach herunterladen kannst!
Danach breiteten wir unser Handtuch an einem der Strände aus. Ein fast leerer Strand für den ganzen Nachmittag – das ist das Schöne an diesem Ort! Es gibt allerdings ein großes Schild: Schwimmen auf eigene Gefahr (und ja, Haie können gefährlich sein). Gut, dass du’s weißt.
Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte war auf dem Holiday Haven White Sands Campingplatz in Huskisson. Eine tolle Lage mit Blick auf die Bucht, und das Zentrum war fußläufig erreichbar. Abends gingen wir ins italienische Restaurant Peter Eva – leckeres Drei-Gänge-Menü, freundliche Atmosphäre, ein echter Tipp!

Am Abend sahen wir noch ein australisches Possum umherlaufen – dieses neugierige Beuteltier mit seinen Knopfaugen.

Tag 2 – Delfine beobachten & Huskisson erkunden
Der Tag begann grau, doch bald kam die Sonne heraus – perfektes Timing, denn wir machten an diesem Morgen eine Delfin-Cruise! Von Huskisson aus fährst du direkt hinaus in die Bucht, und es dauerte nicht lange, bis wir die ersten Flossen sahen. Dutzende Delfine schwammen um das Boot – verspielt und neugierig. Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie!

Unterwegs sahen wir mehrere Strände des Booderee Nationalparks. An einem leuchtete das Wasser so smaragdgrün, dass es fast unecht wirkte – typisch Australien!
Nach der Tour aßen wir gemütlich im Zentrum von Huskisson zu Mittag und bummelten durch einige Läden. Ich war sogar beim Barber – schließlich soll die Frisur auch in Australien sitzen!
Am Nachmittag genossen wir die Sonne, doch Regen durchkreuzte unsere Abendpläne. Wir hatten ein Stargazing-Erlebnis gebucht, doch wegen der Wolken fiel es leider ins Wasser – Natur eben!

Tag 3 – Strände, White Sands Walk & Entspannen
Wenn du noch einen zusätzlichen Tag hast, nimm dir Zeit für die Strände von Jervis Bay. Hyams Beach ist der bekannteste (und tatsächlich wunderschön), aber die kleineren Strände sind oft schöner, weil du sie fast für dich allein hast.
Besonders empfehlenswert ist der White Sands Walk – ein kurzer, einfacher Spaziergang entlang mehrerer Buchten und Aussichtspunkte. Du hörst die Grillen zirpen, siehst bunte Vögel und erreichst immer wieder diese traumhaft blauen Buchten.
Am Nachmittag fuhren wir weiter in die Blue Mountains – unser dritter und letzter Tag in Jervis Bay.
Drei Tage in Jervis Bay – so kannst du planen
- Tag 1: Ankunft in Huskisson, Wanderung im Booderee NP, Strandzeit, Abendessen in Huskisson.
- Tag 2: Delfin-Cruise am Morgen, Huskisson erkunden, relaxen am Strand.
- Tag 3: White Sands Walk & Strandhopping (Hyams Beach und kleinere Strände).
So hast du eine tolle Mischung aus Natur, Wildlife und entspannter Strandzeit.
Hotels in Jervis Bay & Huskisson
Wir übernachteten auf dem Holiday Haven White Sands Campground, aber in Huskisson und Umgebung findest du viele schöne Hotels und Lodges. Besonders Huskisson ist ideal: Restaurants, Hafen für Delfintouren und Strände sind direkt in der Nähe.
Tipp: In den Sommermonaten und während australischer Ferien ist Jervis Bay sehr beliebt – vor allem wegen der Nähe zu Sydney.
Jervis Bay sollte auf keiner Australienroute fehlen
Egal ob du wegen der Delfine, der weißen Strände, der Aboriginal-Kultur oder einfach zum Entspannen kommst: Jervis Bay und Huskisson haben alles zu bieten! Nah bei Sydney und perfekt für ein paar ruhige Tage am Meer. Wenn du abends Pizza mit Blick auf die Bucht isst – dann weißt du, du bist am richtigen Ort angekommen.


