Launceston ist die zweitgrößte Stadt Tasmaniens und liegt am Zusammenfluss von drei Flüssen, darunter der bekannte Tamar River. Es ist so ein Ort, den man bei der Reiseplanung leicht übersieht – genau deshalb fanden wir ihn als Zwischenstopp zwischen der Wildnis Tasmaniens so spannend. Die Stadt verbindet kolonialen Charme mit schöner Natur und bietet viele tolle Cafés, Parks und – ganz unerwartet – Affen. Kein Scherz.
Wir verbrachten hier einen Tag während unserer Rundreise, und der Tag war überraschend angenehm und entspannt. Viel mehr Zeit würde ich hier auch nicht einplanen, wenn du eine Rundreise durch Tasmanien machst.


Das liest du in diesem Blog
Cataract Gorge: Natur mitten in der Stadt

Unser erster Stopp war gleich das Highlight des Tages: das Cataract Gorge Reserve. Und was für ein Ort! Man fährt buchstäblich direkt aus dem Zentrum in eine Schlucht hinein, mit steilen Felswänden, Farnen und einem Fluss, der sich durch die Landschaft schlängelt.
Wir starteten mit einer Fahrt mit dem Sessellift – dem längsten Einsessellift der Welt, wie es heißt. Gemütlich schwebt man über das Wasser, mit Blick auf die Brücken, den Park und die umliegenden Berge. Danach machten wir einen kurzen Spaziergang auf den Wegen auf beiden Seiten der Schlucht. Du kannst hier stundenlang wandern, wenn du möchtest, aber wir begnügten uns mit einer Stunde. Schließlich waren wir mal wieder in einer Stadt und entschieden uns für ein leckeres Mittagessen auswärts.
Launceston erkunden
Am Nachmittag ging es in die Stadt. Launceston ist nicht groß, hat aber viel Atmosphäre. Es gibt Parks, schöne Gebäude, gemütliche Gassen und – überraschenderweise – ein Affengehege mitten in einem Stadtpark. Wir hatten es nicht erwartet, aber da waren sie tatsächlich.

Affen mitten in der Stadt
Und mitten in demselben Park sahen wir sie plötzlich: Affen. Ja, wirklich! Launceston beherbergt nämlich eine kleine Gruppe japanischer Makaken in einem speziellen Gehege im Park. Diese „Monkey Island“ wurde 1965 von der japanischen Stadt Ikeda als Zeichen der Freundschaft zwischen den beiden Städten geschenkt. Seitdem sind die Affen eine feste Attraktion im Park – ehrlich gesagt ein bisschen skurril, aber auch ziemlich lustig zu sehen.
James Boag Brewery: der lokale Stolz
Wir spazierten weiter durch Launceston und steuerten die James Boag Brewery an – den lokalen Stolz in Sachen Bier. Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, ein Bier (oder besser gesagt ein Tasting) zu probieren. Es ist auch möglich, eine Führung durch die James Boag Brauerei zu machen, aber wir hatten nicht vorab gebucht und die Tour war ausgebucht.
Cafés & Bars
Launceston ist voller netter Cafés und Bars – du musst nie lange suchen, um etwas Leckeres zu finden. Wir ließen den Nachmittag entspannt im Park in der Sonne ausklingen – zum ersten Mal im Urlaub war es wirklich Shorts-Wetter.
Am Abend beendeten wir den Tag mit einem leckeren Abendessen in der Stadt. Es gibt viele gute Restaurants, von locker bis gehoben. Wir entschieden uns für etwas dazwischen und haben hervorragend im The Metz gegessen – eine nette Bistro mitten im Zentrum.

Mehr erleben in und um Launceston?
Hast du mehr Zeit als wir? Dann hier noch ein paar tolle Tipps:
- Tamar Valley: ein wunderschönes Weingebiet direkt außerhalb der Stadt. Hier kannst du wandern, Rad fahren oder natürlich Wein verkosten.
- Kajakfahren auf dem Tamar River: für alle, die die Stadt vom Wasser aus erleben möchten.
- Wandern im Zig Zag Reserve: ein kurzer, aber steiler Trail mit Blick auf die Stadt und die Schlucht.
- James Boag Brewery Tour: spannend, wenn du mehr über das Brauen (und Probieren) erfahren möchtest.
- Queen Victoria Museum and Art Gallery: das größte Regionalmuseum Australiens, verteilt auf zwei Standorte, mit allem von Kolonialgeschichte bis moderner Kunst.
- Franklin House: ein wunderschön restauriertes Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit schönen Gärten, etwas außerhalb des Zentrums.
- Royal Park & Seaport Precinct: ein schöner Ort für einen Spaziergang am Fluss, mit modernen Cafés und entspannter Atmosphäre.
- Penny Royal Adventures: ein kleiner Abenteuerpark für Familien, mit Kletterwänden, Booten und sogar einem Piraten-Erlebnis. Etwas touristisch, aber mit Kindern macht es Spaß.
- Harvest Market (Samstagmorgen): ein lokaler Bauernmarkt mit frischen Produkten, Kaffee, tasmanischen Spezialitäten und gemütlicher Stimmung.
- Weinprobe bei Josef Chromy Wines: etwas außerhalb von Launceston findest du dieses wunderschöne Weingut, wo du probieren und mit Aussicht zu Mittag essen kannst. Perfekt, wenn du mehr über Wein lernen und genießen möchtest.
Übernachten in Launceston
Wir übernachteten im Grand Chancellor Hotel, eine gute Basis mitten im Zentrum. Groß, komfortabel und mit Frühstück inklusive. Spannendes Hotel? Geht so. Aber es gibt einen großen Parkplatz und du kannst alles zu Fuß in der Stadt erledigen. Für mich ein Pluspunkt.
Weitere schöne Optionen:
- Peppers Silo Hotel: ein besonderes Hotel in einem alten Getreidesilo, mit Blick auf den Tamar River und modern eingerichteten Zimmern.
- Change Overnight: eine nachhaltige, stylische Option mit sozialem Zweck – für jede Übernachtung wird ein guter Zweck unterstützt.
- Kurrajong House: ein charmantes B&B in einem alten viktorianischen Haus – perfekt für alle, die Charakter und persönliche Atmosphäre mögen.
- Hotel Verge: modern, stylisch und zentral – ideal für Designliebhaber.
Launceston war für uns vor allem ein Zwischenstopp auf dem Weg zur Ostküste. Aber es war viel mehr als das. Besonders wenn du die Kombination aus Natur, gutem Essen und entspannter Atmosphäre suchst, ist dies ein großartiger Ort für einen 24-Stunden-Aufenthalt.
Egal, ob du für Scones, den Sessellift oder einfach, weil es auf der Route liegt, kommst: Launceston ist auf jeden Fall einen Stopp während deiner Tasmanien-Rundreise wert!


