Wo kannst du auf den Färöern am besten übernachten? Darüber haben wir vor unserer Reise ziemlich lange nachgedacht. Wechselst du regelmäßig die Unterkunft, damit du immer in der Nähe der Sehenswürdigkeiten bist? Oder entscheidest du dich für einige feste Orte, damit du weniger Koffer, Babysachen und Regenjacken ein- und auspacken musst?
Wir entschieden uns am Ende für einige feste Standorte. Nicht jede Nacht ein anderes Hotel, sondern entspanntes Reisen von praktischen Ausgangspunkten aus. Und das würden wir wieder genauso machen. Die Färöer sind nämlich nicht besonders groß. Viele Orte sind mit einem Mietwagen gut erreichbar, besonders wenn du die Hauptinseln besuchst und nicht jeden Tag von Fähren abhängig sein möchtest.
In diesem Blog erzähle ich dir, wo du auf den Färöern praktisch übernachten kannst, wann Tórshavn eine gute Wahl ist, warum ein Apartment oder Ferienhaus manchmal besser als ein Hotel ist und worauf du bei einer Reise im Sommer achten solltest. Kleiner Hinweis: Dann wird es fast nicht dunkel.
Das liest du in diesem Blog
Übernachten auf den Färöern: ein Ort oder mehrere Standorte?
Du kannst die Färöer problemlos von einem festen Ort aus besuchen, besonders wenn du in oder rund um Tórshavn übernachtest. Wir entschieden uns trotzdem für mehrere Ausgangspunkte. Nicht weil die Entfernungen riesig sind, sondern weil die Reise dadurch angenehmer wird. Besonders mit einem Baby fanden wir es praktisch, nicht ständig dieselben Strecken hin und zurück fahren zu müssen.
Gleichzeitig wollten wir aber auch nicht jede Nacht umziehen. Auf dem Papier wirkt das vielleicht effizient. In der Praxis bist du dann ständig mit Einpacken, Auspacken, dem Transport von Lebensmitteln und der Suche nach deinen Sachen beschäftigt. Für uns waren einige feste Standorte deshalb ideal: flexibel, aber nicht unruhig.
Unser Tipp: Wähle für eine Woche 2 oder 3 Unterkünfte. Zum Beispiel Vágar für die ersten Tage, danach einen zentralen Ort auf Streymoy oder in Tórshavn und eventuell Klaksvík für den Norden.
Möchtest du wissen, wie wir unsere Reise sinnvoll aufteilten? Lies dann auch unsere 7-tägige Rundreise durch die Färöer.

Warum wir feste Standorte angenehm fanden
Wir reisten mit unserer acht Monate alten Tochter. Dann ist weniger Umziehen wirklich ein Vorteil. Sie schlief noch viel. Deshalb waren wir häufiger in unserer Unterkunft, als wenn wir zu zweit gereist wären. Aus diesem Grund investierten wir auch etwas mehr in unsere Unterkünfte. Mit einem Baby ist ein angenehmer Ort einfach wichtiger.
Aber auch ohne Baby würde ich nicht jede Nacht die Unterkunft wechseln wollen. Die Färöer sind kein Reiseziel, an dem du riesige Entfernungen überbrücken musst. Du fährst viele kurze bis mittellange Strecken. Unterwegs ist die Route häufig bereits Teil der Erfahrung: Fjorde, Schafe, Tunnel, Dörfer und Aussichten, an denen du spontan anhältst.
Eine feste Unterkunft sorgt außerdem für Ruhe, wenn das Wetter nicht mitspielt. Auf den Färöern kann sich deine Planung innerhalb einer Stunde verändern. Dann ist es angenehm, wenn du nicht auch noch auschecken, weiterfahren und rechtzeitig bei der nächsten Unterkunft sein musst.
Vágar: praktisch für die ersten Nächte
Vágar ist ein sehr logischer Ort, um deine Reise zu beginnen. Hier liegt der Flughafen und du bist direkt in der Nähe einiger der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Färöer. Dazu gehören der Múlafossur-Wasserfall, Bøur, Sørvágsvatn, Trælanípa und die Drangarnir-Bootstour ab Sørvágur.
Wir fanden es angenehm, am Anfang der Reise hier zu übernachten. Nach der Ankunft musst du nicht sofort weit fahren und kannst die ersten Highlights in Ruhe besuchen. Besonders wenn du spät ankommst oder mit Kindern reist, ist das praktisch.
Auf Vágar übernachtest du ruhiger als in Tórshavn. Erwarte kein lebhaftes Nachtleben, sondern kleine Dörfer, schöne Aussichten und Unterkünfte, in denen du das typische Inselgefühl bekommst. Wir schliefen in einem Bootshaus und fanden das sehr passend für diesen Teil der Färöer.
Sieh dir hier Unterkünfte auf Vágar rund um Sørvágur, Bøur und Múlafossur an.
Tórshavn: die beste Wahl für etwas Leben am Abend
Möchtest du am Abend noch essen gehen, etwas trinken oder einfach durch einen Ort laufen? Dann ist Tórshavn die beste Wahl. Die Hauptstadt ist immer noch klein. Im Vergleich zum Rest der Färöer ist dies aber der Ort, an dem am meisten passiert.
Wenn du als Paar reist, würde ich Tórshavn ernsthaft als Ausgangspunkt überlegen. Nicht weil die schönste Natur direkt vor der Tür liegt, sondern weil der Abend hier einfach angenehmer sein kann. Du findest Restaurants, Cafés, Geschäfte und mehr Auswahl. In anderen Teilen der Färöer gibt es davon viel weniger. Dort ist es häufig wunderschön und ruhig, aber nach dem Abendessen gibt es nicht immer noch etwas zu tun.
Eine gute Hoteloption in Tórshavn ist das Hilton Garden Inn Faroe Islands. Das ist wahrscheinlich das Hotel, das du mit Garden Hotel meinst. Es liegt in der Hauptstadt und hat unter anderem ein Restaurant. Praktisch, wenn du am Ende des Tages nicht mehr selbst kochen oder noch irgendwohin fahren möchtest.
Sieh dir hier Unterkünfte in Tórshavn an.
Kollafjørður: ruhiger und zentraler Ausgangspunkt
Wir übernachteten auch in der Umgebung von Kollafjørður. Du fährst nicht dorthin, weil es dort viele gemütliche Restaurants oder ein lebhaftes Nachtleben gibt. Als ruhiger und zentraler Ausgangspunkt fanden wir den Ort aber sehr praktisch.
Die Lage ist gut für Ausflüge nach Streymoy, Eysturoy und Tórshavn. Auch in Richtung Norden kannst du problemlos fahren. Der Vorteil eines ruhigeren Ortes ist, dass du häufig mehr Platz für dein Geld bekommst. Denk an ein Apartment oder Ferienhaus mit Küche, Sofa, separatem Schlafzimmer und Aussicht. Besonders mit einem Baby fanden wir das angenehmer als ein normales Hotelzimmer.
Der Nachteil ist klar: Am Abend gibt es wenig zu tun. Du musst selbst kochen, Essen mitnehmen oder früher am Tag dafür sorgen, dass du irgendwo gegessen hast. Wenn du aber hauptsächlich wegen der Natur und der Ruhe kommst, ist das überhaupt kein Problem.
Sieh dir Unterkünfte in der Nähe von Kollafjørður an.

Klaksvík: praktisch für den Norden
Klaksvík ist ein guter Ort zum Übernachten, wenn du den Norden der Färöer entdecken möchtest. Von hier erreichst du schnell die Klakkur-Wanderung, Viðoy und Viðareiði. Auch zu anderen Orten im Norden, die durch Tunnel und Straßen verbunden sind, kannst du einfach weiterfahren.
Klaksvík ist nicht der charmanteste Ort der Färöer, aber sehr praktisch. Du findest dort Geschäfte, Unterkünfte, einen Hafen und mehr Einrichtungen als in kleineren Dörfern. Dadurch ist die Stadt eine gute Basis für einige Nächte, besonders wenn du nicht immer von Tórshavn hin und zurück fahren möchtest.
Wenn du gerne etwas Leben in der Umgebung hast, ist Klaksvík besser als ein abgelegenes Ferienhaus in einem kleinen Dorf. Erwarte aber auch hier keine lebhafte Stadt am Abend. Für Restaurants und Nachtleben bleibt Tórshavn deutlich die beste Wahl.
Sieh dir hier Unterkünfte in Klaksvík an.
„`htmlApartment oder Hotel auf den Färöern?
Das hängt stark von deiner Art zu reisen ab. Reist du mit Kindern oder möchtest du häufig selbst kochen? Dann würde ich eher ein Apartment oder Ferienhaus wählen. Du hast mehr Platz, kannst Lebensmittel aufbewahren und musst nicht jeden Abend essen gehen. Das spart Geld und Aufwand.
Reist du als Paar und möchtest am Abend noch etwas unternehmen? Dann ist ein Hotel in Tórshavn wahrscheinlich schöner. Du kannst einfacher zu einem Restaurant laufen, noch kurz durch die Stadt gehen und hast am Abend etwas mehr Atmosphäre. An vielen anderen Orten auf den Färöern ist es nach einem Tag in der Natur vor allem ruhig. Das kann wunderbar sein, aber du solltest es mögen.
Wir fanden ein Apartment oder Ferienhaus besonders angenehm, weil unsere Tochter noch viel schlief. Dann verbringst du selbst ebenfalls viel Zeit drinnen. Ein Sofa, eine Küche und ein separates Schlafzimmer machen dann wirklich einen Unterschied.
Achtung: Im Sommer wird es fast nicht dunkel
Ein praktischer Punkt, den wir vorher etwas unterschätzt hatten: Im Sommer wird es auf den Färöern kaum dunkel. Das ist wunderschön, wenn du am Abend noch unterwegs sein möchtest. Es ist aber weniger praktisch, wenn du bei Licht schlecht schläfst.
Wir bekamen beide Ferienhäuser nur schwer richtig dunkel. Die Vorhänge hielten etwas Licht ab, aber nicht genug, um das Zimmer wirklich dunkel zu machen. Mit einem Baby ist das besonders unpraktisch. Aber auch als Erwachsener kann es störend sein, wenn du empfindlich auf Licht reagierst.
Nimm deshalb eine Schlafmaske mit, wenn du durch Licht schnell wach wirst. Reist du mit Kindern, kann ein tragbarer Verdunkelungsvorhang oder ein dunkles Tuch ebenfalls praktisch sein. Im Winter ist es genau andersherum: Dann sind die Tage kurz und du musst deine Planung stärker an das Tageslicht anpassen.

Solltest du alles von Tórshavn aus unternehmen?
Das ist möglich, aber wir würden es nicht unbedingt machen. Tórshavn ist praktisch und für färöische Verhältnisse gemütlich. Du fährst dann aber häufiger hin und zurück. Für einige Reisende ist das kein Problem, besonders wenn sie jeden Abend Restaurants in der Nähe haben möchten.
Wir fanden es angenehmer, Tórshavn nicht als einzigen Ausgangspunkt zu nutzen. Wenn du auch auf Vágar und in Klaksvík oder der Umgebung übernachtest, bist du näher an den Highlights dieser Regionen. Dadurch kannst du ruhiger starten, deine Planung einfacher an das Wetter anpassen und musst seltener dieselbe Strecke fahren.
Bist du unsicher? Dann würde ich es so sehen:
- Möchtest du Komfort und Restaurants? Wähle Tórshavn.
- Möchtest du Ruhe, Platz und Natur? Wähle ein Apartment oder Ferienhaus außerhalb der Hauptstadt.
- Möchtest du weniger fahren? Verteile deine Reise auf 2 oder 3 Orte.
- Reist du mit einem Baby oder Kindern? Wähle lieber eine größere und praktischere Unterkunft als das günstigste Zimmer.
Unsere ideale Aufteilung für 7 Tage auf den Färöern
Für eine einwöchige Reise würden wir diese Aufteilung empfehlen:
- 2 Nächte auf Vágar: praktisch für die Ankunft, Múlafossur, Bøur, Drangarnir und Sørvágsvatn.
- 2 oder 3 Nächte rund um Tórshavn oder Kollafjørður: zentral für Streymoy, Eysturoy und einen ruhigeren Tag.
- 2 Nächte in Klaksvík: gut für Klakkur, Viðoy und den Norden.
So wechselst du nicht zu häufig die Unterkunft, wohnst aber trotzdem immer praktisch. Da die Inseln nicht besonders groß sind, kannst du unterwegs weiterhin viele Orte miteinander kombinieren. Wir fanden das viel angenehmer als jeden Tag eine neue Unterkunft.
Praktische Tipps für Unterkünfte auf den Färöern
- Buche rechtzeitig. Die Auswahl ist nicht riesig, besonders im Sommer.
- Entscheide nicht nur nach dem Preis. Eine gute Lage oder mehr Platz machen einen großen Unterschied.
- Achte auf die Verdunkelung. Im Sommer wird es nur schwer richtig dunkel.
- Nimm eine Schlafmaske mit. Besonders wenn du empfindlich auf Licht reagierst.
- Prüfe, ob es eine Küche gibt. Essen gehen kann teuer sein und außerhalb von Tórshavn ist die Auswahl begrenzt.
- Achte auf Parkmöglichkeiten. Mit einem Mietwagen möchtest du einfach bei deiner Unterkunft parken können.
- Reist du mit Kindern? Wähle lieber mehr Platz als nur eine besonders schöne Lage.
Wo kannst du auf den Färöern also am besten übernachten?
Der beste Ort zum Übernachten auf den Färöern hängt vor allem davon ab, wie du reist. Möchtest du Ruhe, Platz und Natur? Dann wähle Apartments oder Ferienhäuser auf Vágar, rund um Kollafjørður oder in kleineren Dörfern. Möchtest du am Abend noch etwas unternehmen? Dann ist Tórshavn die beste Wahl.
Wir waren froh, dass wir nicht jede Nacht umzogen, aber auch nicht alles von einem einzigen Ort aus machten. Einige feste Standorte gaben uns genau genug Ruhe und Flexibilität. Und das passt gut zu den Färöern. Du musst dich hier nicht beeilen. Die Inseln sind klein genug, um viele Orte zu erreichen, aber schön genug, damit du unterwegs ständig anhalten möchtest.
Sieh dir Unterkünfte auf Vágar, in Tórshavn, rund um Kollafjørður oder in Klaksvík an.

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