Schweiz

Was tun in der Jungfrau-Region? Unsere Lieblingsorte + Tipps

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Die Jungfrau-Region war ohne Zweifel der Teil der Schweiz, für den wir am meisten Zeit einplanen wollten. Und nach unserer Reise fanden wir: völlig zu Recht. Hier gibt es nämlich nicht nur einen bekannten Ort, sondern mehrere ganz unterschiedliche Gebiete direkt nebeneinander: Grindelwald, Lauterbrunnen, Mürren, Wengen, Interlaken und natürlich die Berge rund um Eiger, Mönch und Jungfrau.

Dadurch gibt es allerdings auch ein kleines Problem: Du möchtest hier schnell viel zu viel machen.

Eine Seilbahnfahrt nach Grindelwald First klingt auf dem Papier vielleicht nach einer Aktivität für ein paar Stunden. Aber wenn du den First Cliff Walk, die Wanderung zum Bachalpsee, Mittagessen und die Gondelfahrt dazurechnest, ist schnell ein großer Teil des Tages vorbei. Das Gleiche gilt für Mürren. Nur das Dorf zu besuchen geht schnell, aber zusammen mit dem Northface Trail wird daraus plötzlich ein kompletter Bergtag.

Wir übernachteten deshalb mehrere Nächte zentral zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen und machten von dort verschiedene Tagesausflüge. In diesem Blog zeigen wir dir die schönsten Aktivitäten in der Jungfrau-Region, inklusive unserer eigenen Favoriten, sinnvoller Kombinationen und Orte, die wir bewusst ausgelassen haben.

Das liest du in diesem Blog

Was tun in der Jungfrau-Region? Kurz zusammengefasst

Lauterbrunnental

Du brauchst vor allem schnell ein paar Ideen? Das sind unserer Meinung nach die schönsten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in der Jungfrau-Region:

  1. Fahre mit der Gondel nach Grindelwald First.
  2. Wandere von First zum Bachalpsee.
  3. Gehe durch die Gletscherschlucht Grindelwald.
  4. Besuche Lauterbrunnen und den Staubbachfall.
  5. Füttere Alpakas und Lamas auf der Lampaca Farm.
  6. Sieh dir die Trümmelbachfälle im Berg an.
  7. Nimm die Seilbahn ins autofreie Mürren.
  8. Wandere den Northface Trail oberhalb von Lauterbrunnen.
  9. Besuche die St. Beatus-Höhlen am Thunersee.
  10. Fahre eventuell zum Jungfraujoch, zur Kleinen Scheidegg, zum Schilthorn oder auf den Harder Kulm.

Für diese Region würden wir mindestens drei volle Tage einplanen. Vier bis fünf Nächte sind noch angenehmer, weil du dann das Wetter berücksichtigen kannst. Besonders bei First, Mürren und anderen Bergtagen macht ein klarer Tag wirklich einen Unterschied.

Grindelwald First: schöner First Cliff Walk und Bachalpsee oberhalb von Grindelwald

1. Grindelwald First: teuer und touristisch, aber trotzdem einer unserer Favoriten

Grindelwald First ist so ein Ort, den du schon vor deiner Reise überall siehst. Die Gondel bringt dich von Grindelwald auf den Berg. Oben findest du den bekannten First Cliff Walk, ein Restaurant, Aussichtspunkte und verschiedene Adventure-Aktivitäten.

Günstig ist das Ganze nicht. Und rund um den Cliff Walk kann es ziemlich touristisch wirken. Trotzdem fanden wir diesen Tag absolut lohnenswert.

Allerdings mit einer wichtigen Bedingung: Fahre nicht nur für das eine bekannte Foto nach oben.

Bachalpsee bei Grindelwald First im Frühling

Für uns wurde First erst richtig schön, als wir von der Bergstation weiter Richtung Bachalpsee wanderten. Du lässt einen Teil des Trubels hinter dir und bist plötzlich für ein paar Stunden richtig in den Bergen unterwegs.

Wir besuchten First Ende April. Es lag noch Schnee und der Bachalpsee war sogar teilweise gefroren. Dadurch sah die Umgebung besonders schön aus, auch wenn einige Stellen auf dem Weg matschig und rutschig waren.

Alle Informationen zu Parken, Gondeln, Kosten, Cliff Walk und der kompletten Wanderung findest du in unserem Blog über Grindelwald First und den Bachalpsee.

2. Wandere zum Bachalpsee

Der Bachalpsee verdient eigentlich einen eigenen Platz in dieser Liste. Viele sehen den See nur als kleine Ergänzung zu First, während wir ihn gerade als den schönsten Teil des Tages empfanden.

Von der Bergstation läufst du über einen gut erkennbaren Bergweg Richtung See. Es ist keine extreme Wanderung, aber du machst einige Höhenmeter und bist eine Weile unterwegs.

Am See angekommen blickst du auf die umliegenden Berggipfel. Bei ruhigem Wetter spiegeln sich die Berge schön im Wasser. Bei uns war das etwas schwieriger, weil ein Teil des Sees noch mit Eis bedeckt war.

Du hast nur einen halben Tag in Grindelwald? Dann würde ich First und Bachalpsee zusammen machen und nicht versuchen, noch weitere große Aktivitäten dazuzupacken.

3. Die Gletscherschlucht Grindelwald

Nach all den Ausblicken auf die Berge ist die Gletscherschlucht Grindelwald gerade deshalb interessant, weil du die Berge plötzlich von unten erlebst.

Du läufst durch eine schmale Schlucht mit hohen Felswänden und wild fließendem Wasser. Die Wanderung selbst ist ziemlich kurz. Plane ungefähr 1 bis 1,5 Stunden ein, wenn du entspannt läufst und unterwegs Fotos machst.

Gletscherschlucht Grindelwald in der Jungfrau-Region

Den Kontrast zu First fanden wir schön. First ist offen, hoch und weit. Hier ist es dagegen schmal, kühl und feucht. Deshalb ist die Schlucht auch bei weniger perfektem Bergwetter eine gute Option.

Mit einem Kinderwagen würden wir die Schlucht übrigens auslassen. Wir sahen Leute, die auf den schmaleren und unebenen Abschnitten ziemlich damit kämpfen mussten. Mit einer Babytrage ist es deutlich einfacher.

Du möchtest deinen Eintritt vorher buchen? Hier findest du Tickets für die Gletscherschlucht Grindelwald.

4. Lauterbrunnen und der Staubbachfall

Lauterbrunnen ist wahrscheinlich das bekannteste Dorf der Region. Die Lage ist auch wirklich besonders: ein schmales grünes Tal mit riesigen Felswänden auf beiden Seiten und dutzenden Wasserfällen, die nach unten stürzen.

Den Staubbachfall siehst du schon, sobald du ins Dorf kommst. Mit einer Höhe von fast 300 Metern ist er ein beeindruckender Anblick. Wir würden Lauterbrunnen aber nicht nur besuchen, um kurz ein Foto von diesem Wasserfall zu machen.

Staubbachfall in Lauterbrunnen in der Jungfrau-Region

Laufe stattdessen weiter ins Tal hinein. Hier ist es relativ flach und dadurch eine schöne Abwechslung zu den Bergwanderungen rund um Grindelwald und Mürren.

Alle Stopps und sinnvollen Kombinationen haben wir ausführlicher in unserem separaten Blog über Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Lauterbrunnen beschrieben.

Lampaca Farm: ein lustiger kurzer Stopp

In der Nähe des Staubbachfalls liegt die Lampaca Farm. Hier kannst du Alpakas und Lamas füttern und eventuell eine Wanderung mit den Tieren reservieren.

Wir waren ungefähr eine halbe Stunde dort. Keine Aktivität, für die du extra in die Schweiz reisen würdest, aber eine sehr nette Abwechslung zwischen all den Wanderungen, Bergen und Wasserfällen.

Lampaca Farm in der Jungfrau-Region

Besonders mit Kindern lässt sich dieser Stopp einfach zu einem Tag in Lauterbrunnen hinzufügen.

5. Trümmelbachfälle: zehn Wasserfälle im Berg

Etwas weiter hinten im Lauterbrunnental liegen die Trümmelbachfälle. Für uns war das eines der ungewöhnlichsten Wassererlebnisse der Reise, weil ein großer Teil des Wassers wirklich innerhalb des Berges nach unten fließt.

Über einen Tunnellift und viele Treppen kommst du an verschiedenen Ebenen vorbei. Das Wasser ist extrem laut und die Felsen sind nass und dunkel. Ganz anders also als der fotogene Staubbachfall draußen.

Trümmelbachfälle in der Jungfrau-Region

Wichtig mit Kindern: Kinder unter vier Jahren dürfen hier nicht hinein. Wir erfuhren das erst am Eingang, als wir mit unserer sechs Monate alten Tochter dort standen. Am Ende ging einer von uns hinein und der andere blieb draußen.

Lies deshalb unbedingt vorher unseren Blog über die Trümmelbachfälle, wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist.

6. Fahre mit der Seilbahn nach Mürren

Wenn du sowieso in Lauterbrunnen bist, würde ich auf jeden Fall einen Tag für Mürren reservieren. Dieses autofreie Bergdorf liegt hoch über dem Tal und fühlt sich sofort ganz anders an als Lauterbrunnen unten.

Wir fuhren von Stechelberg aus nach oben. Schon die Fahrt selbst ist schön, weil du immer weiter über das Lauterbrunnental blicken kannst.

Mürren selbst ist nicht riesig. Du findest hier Holzhäuser, Hotels, ein paar Restaurants und vor allem sehr viel Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

Du hast keine Lust auf eine anstrengende Wanderung? Dann kannst du hier problemlos ein paar Stunden herumlaufen und danach wieder ins Tal fahren. Wir kamen allerdings gerade wegen einer Wanderung nach Mürren.

7. Northface Trail: unsere Lieblingswanderung bei Mürren

Der Northface Trail war eine unserer Lieblingswanderungen in der Schweiz.

Nicht weil du zu einem einzigen spektakulären Endpunkt läufst, sondern weil du fast die gesamte Strecke Aussicht auf die Berge auf der anderen Seite des Tals hast.

Northface Trail bei Mürren in der Jungfrau-Region

Die Route ist ungefähr 6,5 bis 7 Kilometer lang und wir würden etwa 2 bis 3 Stunden dafür einplanen. Du läufst über Almwiesen, durch Waldstücke und an traditionellen Chalets vorbei.

Wir waren Anfang Mai hier. An einigen Stellen lagen noch Schnee und Matsch. Ich bin sogar einmal ausgerutscht. Gute Schuhe sind hier also wirklich sinnvoll, besonders früh in der Saison.

Du möchtest den Northface Trail wandern? Dann mach ihn einfach zur Hauptaktivität des Tages. Mürren lässt sich logisch damit kombinieren, aber wir würden nicht auch noch First oder eine andere große Bergaktivität am selben Tag einplanen.

8. St. Beatus-Höhlen: praktisch bei schlechterem Bergwetter

Auf der anderen Seite von Interlaken, oberhalb des Thunersees, liegen die St. Beatus-Höhlen.

Sie liegen etwas außerhalb des direkten Gebiets rund um Grindelwald und Lauterbrunnen, lassen sich aber gut einbauen, wenn du mehrere Tage in der Jungfrau-Region bleibst.

St. Beatus-Höhlen bei Interlaken in der Jungfrau-Region

Du gehst ungefähr einen Kilometer in die Höhle hinein, vorbei an unterirdischen Wasserfällen, Felsformationen und kleinen Wasserbecken. Die Route dauert ungefähr eine Stunde. Danach gehst du den gleichen Weg wieder zurück.

Uns gefiel vor allem die Kombination. Zuerst steigst du mit Blick über den Thunersee zum Eingang hinauf und danach läufst du plötzlich in eine kühle, feuchte Höhle hinein.

Das ist außerdem eine gute Option, wenn es oben in den Bergen bewölkt ist. Für First bezahlst du ziemlich viel Geld und möchtest dann natürlich auch etwas von der Aussicht haben. In einer Höhle macht eine Wolke deutlich weniger Unterschied.

9. Jungfraujoch – Top of Europe: bekannt, aber wir haben es ausgelassen

Der bekannteste Ausflug der ganzen Region ist natürlich das Jungfraujoch – Top of Europe. Der Bahnhof liegt auf 3.454 Metern Höhe. Du erreichst ihn von Grindelwald aus über den Eiger Express und die Jungfraubahn oder über die traditionelle Zugstrecke.

Wir haben das Jungfraujoch bewusst ausgelassen. Wir reisten mit unserer sechs Monate alten Tochter und wollten mit ihr nicht unnötig so hoch fahren. Außerdem ist der Ausflug teuer und wir hatten in der Region bereits genug andere Bergtage geplant.

Das bedeutet nicht, dass das Jungfraujoch kein schöner Ort ist. Wenn es weit oben auf deiner Liste steht, plane wirklich einen eigenen Tag dafür ein und wähle möglichst einen Tag mit guter Sicht. Prüfe vorher auch die aktuellen Tickets und Reservierungsregeln auf der offiziellen Website des Jungfraujochs.

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10. Weitere bekannte Orte in der Jungfrau-Region

Wir hatten mehrere Tage in der Region und haben trotzdem längst nicht alles geschafft. Genau deshalb solltest du hier auch nicht versuchen, jeden bekannten Namen in eine einzige Reise zu packen.

Wengen und Kleine Scheidegg

Wengen ist ein autofreies Dorf oberhalb von Lauterbrunnen. Von dort kannst du mit dem Zug weiter zur Kleinen Scheidegg fahren, am Fuß von Eiger, Mönch und Jungfrau. Besonders wenn du Zugfahrten und Bergwanderungen magst, ist das ein sinnvoller zusätzlicher Tag.

Wir hatten die Kleine Scheidegg ursprünglich ebenfalls eingeplant, entschieden uns am Ende aber für andere Dinge. Irgendwo muss man streichen.

Schilthorn und Piz Gloria

Von Mürren kannst du weiter hinauf Richtung Birg und Schilthorn fahren. Oben findest du Piz Gloria und eine Aussicht über einen großen Teil der Alpen. Auch dafür brauchst du schnell einen großen Teil des Tages.

Wir blieben bei Mürren und entschieden uns für den Northface Trail. Im Nachhinein würden wir das wieder so machen, weil Wandern für uns mehr zum Erlebnis beiträgt, als nur mit einer Seilbahn zu einem Aussichtspunkt zu fahren.

Harder Kulm bei Interlaken

Du übernachtest in Interlaken und hast noch ein paar Stunden übrig? Dann ist der Harder Kulm eine einfache Option. Die Standseilbahn bringt dich von Interlaken in ungefähr zehn Minuten nach oben. Dort blickst du über Interlaken, Thunersee und Brienzersee und in Richtung Eiger, Mönch und Jungfrau.

Wir würden den Harder Kulm vor allem als zusätzliche Aktivität bei Interlaken sehen und nicht als Ersatz für einen richtigen Tag in Grindelwald oder Mürren.

Was tun in der Jungfrau-Region bei schlechtem Wetter?

Einer unserer wichtigsten Tipps: Lege deinen teuersten Bergtag nicht automatisch auf den ersten Tag.

Grindelwald First steckt komplett in den Wolken? Dann verschiebe diesen Tag, wenn du genug Zeit hast. Du bezahlst ziemlich viel für die Gondel und die Aussicht ist ein großer Teil des Erlebnisses.

Für einen weniger klaren Tag eignen sich diese Aktivitäten besser:

Bei wirklich schlechtem oder stürmischem Wetter solltest du natürlich auch Schluchten und Wanderwege kontrollieren. Bergwetter bleibt Bergwetter.

Unsere ideale Planung für 4 Tage in der Jungfrau-Region

Du hast vier volle Tage? Dann würde ich sie ungefähr so aufteilen:

Tag 1: Grindelwald First und Bachalpsee

Fahre früh nach Grindelwald, nimm die Gondel nach First, gehe über den Cliff Walk und wandere danach zum Bachalpsee. Lass dir ruhig Zeit. Wenn du früh zurück bist und noch Energie hast, kannst du die Gletscherschlucht hinzufügen. Das ist aber wirklich kein Muss.

Tag 2: Lauterbrunnen

Sieh dir den Staubbachfall an, besuche Lampaca Farm und wandere weiter ins Tal hinein. Besuche danach die Trümmelbachfälle, wenn alle in deiner Reisegruppe alt genug sind.

Für diesen Tag findest du unsere komplette Planung mit Sehenswürdigkeiten in Lauterbrunnen in einem separaten Blog.

Tag 3: Mürren und Northface Trail

Nimm die Seilbahn nach oben, laufe zuerst entspannt durch Mürren und wandere danach den Northface Trail. Du möchtest nicht wandern? Dann kannst du stattdessen weiter Richtung Schilthorn fahren.

Tag 4: St. Beatus und Gletscherschlucht oder freie Wahl

Nutze den vierten Tag als flexiblen Tag. Bei schönem Wetter kannst du noch Kleine Scheidegg, Wengen oder Jungfraujoch einplanen. Bei weniger gutem Bergwetter sind St. Beatus und die Gletscherschlucht sinnvolle Alternativen.

Gerade so einen flexiblen Tag fanden wir angenehm. Das Wetter bestimmt in dieser Region am Ende sowieso einen Teil deines Programms.

Wo übernachtest du am besten in der Jungfrau-Region?

Dein Ausgangspunkt macht hier einen ziemlich großen Unterschied. Einen Ort, der für alle am besten ist, gibt es allerdings nicht.

Grindelwald: praktisch für First und viele Aktivitäten

Du möchtest vor allem Grindelwald First, Bachalpsee, Gletscherschlucht, Männlichen oder Jungfraujoch besuchen? Dann ist Grindelwald die praktischste Wahl. Der Ort ist allerdings touristisch und Unterkünfte sind nicht günstig.

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Lauterbrunnen: zentral für das Tal und Mürren

Lauterbrunnen ist ideal, wenn Wasserfälle, Mürren und Wengen weit oben auf deiner Liste stehen. Tagsüber kann es im Dorf allerdings sehr voll werden und Parken ist nicht immer entspannt.

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Mürren: für echte Bergatmosphäre

Mürren ist mit dem Auto weniger praktisch, aber wahrscheinlich einer der schönsten Orte zum Aufwachen. Das Dorf ist autofrei und sobald die Tagesgäste weg sind, stellen wir es uns hier wunderbar ruhig vor.

Lütschental: ruhig und genau zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen

Wir entschieden uns selbst für Lütschental. Dieses Dorf liegt zwischen Grindelwald und Lauterbrunnen. Für uns funktionierte das sehr gut, weil wir mit dem Auto unterwegs waren und tagsüber sowieso meistens Ausflüge machten.

Restaurants und gemütliche Atmosphäre direkt vor der Tür fehlen zwar, dafür bekommst du Ruhe und eine zentrale Lage. Besonders mit einem Baby fanden wir das angenehmer, als mitten in einem touristischen Zentrum zu wohnen.

Wir übernachteten in diesem Apartment in Lütschental.

Interlaken: die meisten Angebote

Interlaken bietet die größte Auswahl an Unterkünften, Restaurants und Geschäften. Auch für Zugverbindungen ist die Stadt ein praktischer Ausgangspunkt. Der Nachteil ist, dass du jeden Tag zuerst Richtung Grindelwald oder Lauterbrunnen fahren musst, bevor du wirklich mitten in den Bergen bist.

Öffentliche Verkehrsmittel oder Auto in der Jungfrau-Region?

Für die Jungfrau-Region selbst brauchst du eigentlich kein Auto. An mehreren Orten bringt dir ein Auto sogar wenig. Mürren und Wengen sind autofrei und für First, Jungfraujoch und viele andere Berggebiete steigst du am Ende sowieso in einen Zug oder eine Seilbahn.

Reist du nur in diese Region, würde ich die öffentlichen Verkehrsmittel ernsthaft in Betracht ziehen. Züge, Busse und Bergbahnen sind hier sehr gut aufeinander abgestimmt.

Bleibst du mehrere Tage und nutzt viele Bergbahnen? Dann kann ein Jungfrau Travel Pass interessant sein. Vergleiche vorher aber genau, welche Strecken du tatsächlich fahren möchtest. Einzelne Bergtickets sind teuer und nicht jeder Pass deckt automatisch alles komplett ab.

Wir hatten ein Auto, weil die Jungfrau-Region Teil einer größeren Rundreise war. Dadurch konnten wir auch einfacher zu St. Beatus, zum Brienzersee, nach Meiringen und später nach Kandersteg fahren.

Aktivitäten und Touren in der Jungfrau-Region

Viele Aktivitäten kannst du problemlos selbst organisieren. Bei beliebten Bergausflügen kann es trotzdem sinnvoll sein, vorher zu buchen. Besonders wenn du das Jungfraujoch besuchen möchtest oder nur wenige Tage in der Region hast.

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Die Jungfrau-Region mit Baby oder kleinen Kindern

Wir besuchten diese Region mit unserer sechs Monate alten Tochter. Das funktionierte überraschend gut, aber wir trafen bewusst einige Entscheidungen.

Im Lauterbrunnental nutzten wir regelmäßig den Kinderwagen. Für Grindelwald First, den Bachalpsee und den Northface Trail nahmen wir dagegen die Babytrage mit.

Wir haben das Jungfraujoch wegen der Höhe ebenfalls bewusst ausgelassen. In dieser Region gibt es so viele schöne Orte auf niedrigerer Höhe, dass wir nicht das Gefühl hatten, dadurch etwas zu verpassen.

Achte außerdem gut auf Altersregeln. Die Trümmelbachfälle sind zum Beispiel für Kinder unter vier Jahren nicht zugänglich.

Unsere komplette Route, Entscheidungen zur Höhe und Tipps zu Babytrage und Kinderwagen findest du in unserem Blog über die Schweiz mit Baby.

Jungfrau-Region im April oder Mai

Wir waren Ende April und Anfang Mai in der Jungfrau-Region. Das war wunderschön, aber in dieser Zeit musst du flexibler sein als im Sommer.

Unten waren die Täler schon grün, während rund um Grindelwald First und Mürren noch Schnee lag. Einige Bergbahnen befanden sich außerdem noch in der Wartungsphase.

Der Vorteil? An verschiedenen Orten war es ruhiger, als du es in der Hochsaison erwarten kannst, und der Kontrast zwischen grünen Wiesen und weißen Berggipfeln war wunderschön.

Du reist ebenfalls früh in der Saison? Dann lies zuerst unsere ausführlichen Tipps für die Schweiz im April oder Mai. Besonders bei Seilbahnen und Wanderwegen können ein paar Tage Unterschied darüber entscheiden, ob etwas geöffnet oder geschlossen ist.

Wie viele Tage brauchst du in der Jungfrau-Region?

Mit zwei Tagen bekommst du einen guten Eindruck, musst aber Entscheidungen treffen. Zum Beispiel einen Tag Grindelwald und einen Tag Lauterbrunnen.

Drei Tage finden wir das Minimum, wenn du auch Mürren sehen möchtest. Mit vier oder fünf Tagen wird es deutlich entspannter und du hast genug Raum, deine Planung an das Wetter anzupassen.

Wir würden die Zeit ungefähr so aufteilen:

  • 2 Tage: Grindelwald First + Lauterbrunnen;
  • 3 Tage: Mürren und Northface Trail hinzufügen;
  • 4 Tage: St. Beatus oder Gletscherschlucht hinzufügen;
  • 5 Tage: Zeit für Jungfraujoch, Wengen, Schilthorn oder einen Reservetag bei schlechtem Wetter.

Bist du bald auch in der Jungfrau-Region?

Für uns war dies sogar eine der vielseitigsten Regionen unserer gesamten Reise durch die Schweiz.

Das liegt vor allem daran, dass du nicht jeden Tag dasselbe machst. An einem Morgen stehst du hoch über Grindelwald an einem teilweise gefrorenen Bergsee, am nächsten Tag läufst du in Lauterbrunnen an Alpakas und Wasserfällen vorbei und danach wanderst du durch eine dunkle Gletscherschlucht.

Mein wichtigster Tipp ist nur: Versuche nicht, alles abzuhaken. Die Region ist teuer genug und gerade die Wanderungen machten die bekannten Orte für uns interessant. Nimm dir also Zeit für First, wandere wirklich bis zum Bachalpsee, mach aus Mürren einen Wandertag und halte etwas Platz für das Wetter frei. Hier kannst du problemlos mehrere Nächte bleiben!

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