Neuseeland

Clay Cliffs bei Omarama: eine Felsformation, die nicht nach Neuseeland zu passen scheint?

Clay Cliffs bei Omarama eine Felsformation, die nicht nach Neuseeland zu passen scheint

Die Clay Cliffs bei Omarama sind hohe Felswände voller Spitzen und Spalten. Sie sehen ein bisschen merkwürdig aus, fast so, als wären sie von Hand aufgestellt worden. Tatsächlich entstanden sie jedoch vor Millionen von Jahren durch Flüsse und Gletscher und wurden anschließend durch Wind und Regen erodiert.

Wir legten hier einen kurzen Stopp auf unserer Fahrt von Clyde zum Mount Cook über den Lindis Pass ein. Die Straße selbst ist schon schön, aber die Clay Cliffs bieten eine nette Zwischenstation. Sie erinnerten uns sogar ein wenig an den Bryce Canyon in den USA.

Mit dem Auto zu den Clay Cliffs Offroad

Die Clay Cliffs liegen nur eine kurze Fahrt von der Hauptstraße entfernt

Nach einer kurzen Fahrt über eine Schotterstraße parkten wir unser Auto und gingen etwa zehn Minuten zu den Klippen. Plötzlich standen wir zwischen diesen steilen Spitzen. Ganz ehrlich: Es fühlte sich etwas so an, als gehörte das nicht nach Neuseeland. Wir wanderten zwischen den Felsformationen etwas nach oben und machten vor allem viele schöne Fotos. Mit den blühenden Lupinen war es ein toller Ort, um ihn zu besuchen!

Die Clay Cliffs sind vielleicht nicht die bekannteste Sehenswürdigkeit Neuseelands, aber genau deswegen fanden wir sie so spannend. Für ein paar Dollar und einen kleinen Umweg erhältst du eine Landschaft, die völlig anders ist als der Rest deiner Reise.

Fotos der Clay Cliffs

Als wir dort waren, war es nicht besonders voll. Vielleicht standen drei andere Autos. Keine Busse oder Massen von Touristen, einfach nur ein paar Reisende.

Endpunkt der Clay Cliffs

Was sind die Clay Cliffs eigentlich?

Die Clay Cliffs bestehen aus hohen Felswänden mit zerklüfteten Spitzen und tiefen Schluchten. Es sieht so aus, als wären die Felsen in Stücke auseinandergezogen. Sehr beeindruckend, denn diese Landschaft entstand vor Millionen von Jahren. Alte Flüsse und Seen haben hier Schichten aus Kies und Schlamm hinterlassen. Durch eine aktive Bruchlinie wurden diese Schichten angehoben, und die Erosion durch Wind und Regen formte die bizarren Spitzen und Schluchten.

Die Clay Cliffs sind “erst” 1 bis 2 Millionen Jahre alt (jung im geologischen Maßstab 😉). Sie wurden geformt von alten Gletscherflüssen, die hier Kies und Schluff ablagerten. Durch eine Erdplattenbruchlinie (die Ostler Fault) wurden diese Schichten nach oben gedrückt. Wind und Regen zogen in den weichen Teilen die außergewöhnlichen Spitzen und Schluchten heraus.

Zugang bezahlen bei den Clay Cliffs

Privatgelände – Bitte zahle einen kleinen Beitrag

Das Kuriose: Die Clay Cliffs liegen auf Privatgelände, was in Neuseeland durchaus vorkommt. Der Zutritt kostet ein paar Dollar. Es gibt keine Kontrolle, aber ich empfehle dir dringend, ehrlich zu zahlen. Du bist schließlich als Tourist zu Gast.

  • Lage: 10 km nördlich von Omarama, Südinsel Neuseeland
  • Zugang: Privatgelände, Eintritt über eine Ehrlichkeitsbox (etwa 5 NZD pro Auto, bitte Bargeld mitnehmen)
  • Erreichbarkeit: Von der State Highway 8 biegst du auf die nicht asphaltierte Quailburn Road ab, anschließend auf Henburn Road. Mit einem gewöhnlichen Auto ist die Fahrt meist gut machbar, bei schlechtem Wetter prüfe aber die Straßenverhältnisse.
  • Wanderung: Vom Parkplatz sind es 10–15 Minuten zu Fuß. Die Wanderung ist einfach und für jeden geeignet!

Viele Reisende fragen sich, ob die Clay Cliffs nur ein schneller Fotostopp sind oder ob man sich dort Zeit nehmen sollte. Unser Tipp: Eine Stunde reicht, wenn du nur schnell schauen willst, aber wer gerne fotografiert oder einfach herumstreift, kann hier problemlos länger bleiben.

Lindis Pass Neuseeland

Die Lindis Pass in Richtung Omarama

Bevor wir die Clay Cliffs erreichten, fuhren wir über den Lindis Pass. Das ist einer der bekanntesten Gebirgspässe Neuseelands, der Central Otago mit der Mackenzie-Region verbindet. Die Straße windet sich auf fast 1.000 Meter Höhe durch eine kahle, hügelige Landschaft.

Vor allem siehst du sanfte Hügel voller Gras. Keine Bäume, keine Dörfer, nur endlose Braun- und Goldtöne. Im Dezember blühten die Lupinen entlang der Straße besonders schön. Nachdem wir sie erstmalig in Milford Sound sahen, freuten wir uns, sie hier wieder zu entdecken.

Entlang der Straße gibt es mehrere Aussichtspunkte, bei denen man kurz stoppen kann. Das lohnt sich, denn die Aussicht verändert sich mit jeder Kurve.

Nach dem Pass geht es hinab nach Omarama. Dort, nur 10 Kilometer vom Ort entfernt, findest du die Abzweigung zu den Clay Cliffs. Für uns war das ein logischer Halt: zuerst die Lindis Pass genießen, dann eine kurze Wanderung zwischen den Felsformationen. Es passt perfekt in einen Tag, an dem man von Central Otago nach Mount Cook oder Lake Tekapo fährt.

Die Clay Cliffs sorgen zwar nicht für ein volles Tagesprogramm, aber sind definitiv eine schöne Zwischenstation, wenn du unterwegs bist (oder kommst aus) Mount Cook oder Tekapo. Wenn du von Süden kommst (oder weiter nach Süden fährst), hast du einen längeren Fahrtag und plötzlich stehen diese verrückten Clay Cliffs da. Also nutze die Gelegenheit und schau dir die Formation an!

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