Ist Island im September und Oktober eine gute Idee? Auf jeden Fall! Nicht nur ist deine Reise deutlich günstiger, es ist auch viel weniger los in Island. Die Sommermonate sind zwar beliebt, aber der Herbst bietet ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten für ein unvergessliches Abenteuer. Allerdings musst du mit wechselhaftem Wetter rechnen. Als ich selbst durch Island reiste, hatten wir im Norden ordentlich Schnee. Einige Straßen waren dadurch unpassierbar. Doch genau das gehört auch zu Island. Ich erzähle dir mehr über Rundreisen durch Island im September oder Oktober!
Das liest du in diesem Blog
Wie sieht es mit Andrang, Preisen und Temperaturen im September und Oktober aus?
Außerhalb der Hauptsaison hast du den Vorteil, dass du weniger zahlst als in der Hochsaison. Es sind einfach weniger Menschen unterwegs, was sich positiv auf Flugpreise und Unterkünfte auswirkt. In Island musst du allerdings kein Massentourismus wie in Südeuropa erwarten. Hier kommt man wegen der Natur!


Wetterbedingungen im September und Oktober
Im September und Oktober beginnt der Herbst in Island Einzug zu halten. Die Temperaturen liegen etwas unter denen des Sommers, sind aber immer noch angenehm zum Wandern und Sightseeing. Im Durchschnitt liegt die Temperatur bei etwa 10°C, mit gelegentlichem Regen und Wind. In den Bergen kann es bereits schneien, in den tiefer gelegenen Regionen bleibt der Schnee meist noch aus. Wir selbst hatten Anfang Oktober Schnee. Die Erfahrungen sind unterschiedlich.

Mit dem Auto durch Island im September und Oktober
Die Ringstraße ist eine beliebte Route für eine Rundreise durch Island. Die Straße ist etwa 1.332 Kilometer lang und verläuft entlang der Küste. Unterwegs hast du einen tollen Blick auf Islands wilde Natur – mit Bergen, Gletschern, Wasserfällen und Vulkanen. Fast alle Top-Sehenswürdigkeiten liegen entlang dieser Route.
Du solltest jedoch immer einen Plan B im Kopf haben. Auch wir hatten mit Schnee zu kämpfen und mussten einige Aktivitäten ausfallen lassen. Vor allem, wenn du abseits der Ringstraße fährst, kann das problematisch werden.
Überprüfe täglich, ob deine Route befahrbar ist. Island ist mit Kameras ausgestattet, die du auf Road.is einsehen kannst. Oder nutze Umferdin.is, um den Straßenzustand zu checken. Die meisten Hotels helfen dir dabei gerne weiter – sie sind einiges gewohnt!

Beispiel von Umferdin, 2023.

Nordlichter im September oder Oktober sehen
Ab September beginnt die beste Zeit, um das Nordlicht in Island zu sehen. Die Nächte werden länger. Meine persönliche Erfahrung ist aber, dass man abends nicht immer die Energie hat, die ganze Nacht wach zu bleiben. Zum Glück bieten viele Hotels einen Weckdienst an, wenn Nordlichter gesichtet werden – sehr praktisch bei der Hotelwahl!
| Zeitraum | Kann man das Nordlicht in Island sehen? |
|---|---|
| Frühling (März – Mai) | Ja, aber die Chancen sind gering wegen der längeren Tage und des vielen Lichts. |
| Sommer (Juni – August) | Ja, theoretisch möglich, aber sehr geringe Chance wegen der hellen Nächte. |
| Herbst (September – November) | Ja, dies ist eine der besten Zeiten, da die Nächte dunkler werden und die Chancen auf klares Wetter steigen. |
| Winter (Dezember – Februar) | Ja, dies ist die beste Zeit wegen der langen, dunklen Nächte und des oft klaren Himmels. Rund um die Wintersonnenwende (21. Dezember) sind die Chancen besonders hoch. |

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Island – auch im September & Oktober gut zu besichtigen!
Wenn du auf der Suche nach den schönsten Orten Islands bist, gibt es viele tolle Optionen. Hier findest du einige Highlights, die du bei deiner Rundreise nicht verpassen solltest. Fast jede Wanderung entlang der Ringstraße ist machbar. Nur das Hochland, das über die F-Straßen erreichbar ist, wird im Herbst schwer zugänglich.

Golden Circle
Jeder, der sich für Island als Reiseziel interessiert, stößt früher oder später auf den „Golden Circle“. Und das hat seinen Grund: Die Route ist eine der beliebtesten in Island. An einem Tag kannst du drei der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des Landes besuchen – den Thingvellir-Nationalpark, den Gullfoss und das Geysir-Gebiet.
In meinem Blog findest du alle Details dazu!
Thingvellir-Nationalpark
Der Thingvellir-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Parks Islands und ist ein echtes Highlight. Er beherbergt einige der eindrucksvollsten geologischen Formationen des Landes – darunter die Almannagjá-Schlucht und den Thingvallavatn-See.
Heiße Quellen in Island
Sinken die Temperaturen? Dann ist ein Bad in einer heißen Quelle umso schöner! Von der berühmten Blue Lagoon bis zu kleinen, lokalen Naturquellen – in diesem Beitrag findest du alle Tipps:

Die schönsten Wasserfälle in Island
Ein Wasserfall ist immer ein beeindruckendes Naturschauspiel – und Island hat besonders viele davon. Die meisten liegen direkt an der Ringstraße und sind damit auch im Herbst gut erreichbar. Denk z. B. an den schönen Skogafoss (siehe Foto oben), aber auch Gullfoss oder Seljalandsfoss sind problemlos zu erreichen. Etwas abenteuerlicher? Dann lohnt sich eine Wanderung zum Svartifoss oder Bruarfoss!
Beispiel für eine 13-tägige Island-Rundreise im September/Oktober
Möchtest du noch mehr Inspiration für eine Island-Rundreise? Ich selbst war Ende September bis Anfang Oktober unterwegs. In 13 Tagen kannst du richtig viel erleben! Meine Route, Unterkünfte und Aktivitäten findest du im folgenden Beitrag. Viel Spaß beim Planen!


