Der Múlafossur-Wasserfall ist vielleicht eines der am einfachsten erreichbaren Must-sees auf den Färöern. Du parkst dein Auto, läufst ein paar Minuten und stehst plötzlich vor einer der bekanntesten Aussichten auf Vágar: einem Wasserfall, der von einer grünen Klippe direkt in den Atlantischen Ozean fällt.
Wir besuchten Múlafossur direkt an unserem ersten Tag auf den Färöern. Nach zwei Flügen, einem Baby, das während des zweiten Fluges nur wenig Lust zum Schlafen hatte, und einer problemlosen Ankunft am Flughafen stiegen wir in unseren Mietwagen und fuhren fast sofort weiter nach Gásadalur.
Das Wetter spielte noch nicht ganz mit. Regen, Wind und Koffer voller Regenkleidung, die noch nicht praktisch griffbereit war … genau so stellst du dir die erste Stunde auf den Färöern wahrscheinlich vor. Aber selbst bei grauem Wetter ist Múlafossur ein wunderschöner erster Stopp.
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Wofür ist der Múlafossur-Wasserfall bekannt?
Múlafossur ist ein Wasserfall beim Dorf Gásadalur auf der Insel Vágar. Das Besondere ist, dass der Wasserfall nicht in einen Fluss oder ein Tal fließt, sondern direkt von der Klippe in den Ozean stürzt. Dadurch ist dies einer der am häufigsten fotografierten Orte der Färöer.
Vielleicht kennst du das Bild bereits: ein kleines Dorf zwischen den Bergen, grüne Klippen, das Meer darunter und der Wasserfall genau am Rand. Es sieht fast zu perfekt aus, aber diesen Ort gibt es wirklich.
Das Schöne an Múlafossur ist, dass du dafür kaum etwas tun musst. Vom Parkplatz läufst du in ungefähr 2 Minuten zum Aussichtspunkt.
Parken beim Múlafossur-Wasserfall
Das Parken bei Múlafossur ist einfach. Du fährst nach Gásadalur und parkst auf dem Parkplatz kurz vor dem Dorf. Von dort sind es nur noch ungefähr 300 Meter bis zum Aussichtspunkt. Der Besuch des Wasserfalls ist kostenlos.
Dadurch ist Múlafossur ein schöner kurzer Zwischenstopp. Du brauchst keine Wanderschuhe, musst kein Ticket kaufen und musst nicht einen ganzen Nachmittag einplanen. Kurz parken, ein Stück laufen, die Aussicht ansehen und weiterfahren.
Gerade deshalb würde ich diesen Ort nicht auslassen. Ja, er ist bekannt. Und ja, wahrscheinlich verbringst du hier keine Stunden. Wenn ein Ort aber so einfach erreichbar ist und so schön liegt, solltest du ihn einfach besuchen.
Múlafossur liegt bei Gásadalur, einem kleinen Dorf am Ende der Straße. Früher war dieses Dorf viel schwieriger erreichbar. Heute fährst du einfach durch einen Tunnel dorthin. Dadurch ist der Wasserfall deutlich einfacher zu besuchen als früher.

Unser erster Stopp auf den Färöern
Wir kamen an diesem Tag aus Kopenhagen auf den Färöern an. Der erste Flug verlief mit Celine, unserer acht Monate alten Tochter, noch ziemlich entspannt. Während des zweiten Fluges entschied sie jedoch, dass Schlafen nicht nötig war. Sie wollte vor allem Aufmerksamkeit, eine zusätzliche Flasche und ab und zu prüfen, ob der Sitz vor ihr wirklich stabil befestigt war. Papa und Mama waren müde. Sagen wir deshalb einfach: Es war ein anstrengender Flug.
Zum Glück starteten beide Flüge pünktlich. Das passiert auch nicht immer. Nach der Landung verlief alles überraschend einfach: Koffer abholen, Mietwagen übernehmen und losfahren. Nur das Wetter hatte noch nicht verstanden, dass unser Urlaub gerade begonnen hatte.
Bei Múlafossur brauchten wir unsere Regenkleidung sofort. Das Problem: Sie lag noch irgendwo in den Koffern. Also standen wir kurze Zeit später in einem Tunnel und öffneten den Kofferraum, um alles neu zu sortieren. Nicht besonders romantisch, aber praktisch. Und direkt eine gute Lektion für den Rest der Reise: Auf den Färöern sollte deine Regenkleidung griffbereit sein und nicht ganz unten in der Tasche liegen.
Trotz des Regens war die Aussicht wunderschön. Vielleicht wirkte sie gerade dadurch besonders typisch für die Färöer. Grüne Klippen, tief hängende Wolken, Wind, Wasser und dieser Wasserfall, der ruhig weiter in das Meer fällt. Du reist nicht wegen eines perfekten blauen Himmels hierher. Du kommst wegen der rauen Natur.

Múlafossur mit Bøur kombinieren
Auf dem Weg nach Gásadalur kommst du an Bøur vorbei. Oder wie wir uns den Namen inzwischen merken: der einzige Ortsname, den eine Kuh aussprechen kann. Muh-r. Ein flacher Witz, aber danach vergisst du den Namen nie wieder.
Bøur ist ein kleines Dorf mit schönen Aussichten auf Tindhólmur und Drangarnir. Wenn du auf Vágar bist, ist ein kurzer Stopp hier logisch. Du musst daraus keine große Aktivität machen, aber für einen kurzen Fotostopp ist das Dorf sehr schön.
Angeblich übernachtet der dänische König hier manchmal, wenn er sich auf den Färöern aufhält.

Skarðsáfossur vom Meer aus sehen
Ein schönes Detail: Skarðsáfossur, der kurz vor Múlafossur liegt, sahen wir später während unserer Drangarnir-Bootstour ab Sørvágur auch vom Meer aus. Dadurch bekommst du wieder eine ganz andere Perspektive, obwohl das Prinzip des Wasserfalls ähnlich ist.
Wenn du genug Zeit auf Vágar hast, würde ich diese Kombination auf jeden Fall empfehlen. Sieh dir zuerst Múlafossur vom Land aus an und entdecke die Küste danach an einem anderen Tag oder später am selben Tag vom Wasser aus. Lies hier unsere Erfahrungen mit der Drangarnir-Bootstour auf den Färöern.
Mit Sørvágsvatn und Trælanípa kombinieren
Múlafossur lässt sich an einem Tag auch gut mit der bekannten Wanderung nach Sørvágsvatn und Trælanípa kombinieren. Das ist die Wanderung zu dem Aussichtspunkt, an dem es so aussieht, als würde ein See über dem Ozean schweben.
Wir besuchten Sørvágsvatn und Trælanípa am selben Tag wie die Drangarnir-Bootstour. Wenn es besser zu deiner Planung passt, kannst du Múlafossur, Bøur und Sørvágsvatn aber ebenfalls gut an einem Tag auf Vágar verbinden. Dann hast du einen kurzen Stopp, ein Dorf und eine Wanderung an einem Tag.
Wenn du nach Sørvágsvatn fährst, solltest du allerdings mehr Zeit und zusätzliche Kosten einplanen. Múlafossur ist kostenlos und schnell besucht. Die Wanderung nach Trælanípa dauert länger und du bezahlst Eintritt, weil du über Privatgelände läufst.

Übernachten auf Vágar
Wir übernachteten in einem Bootshaus in der Nähe. Und ehrlich gesagt passt das sehr gut zu Vágar. Du wohnst in der Nähe des Flughafens, von Múlafossur, Bøur, Sørvágsvatn und Sørvágur, bekommst aber trotzdem sofort dieses ruhige Inselgefühl.
Möchtest du diesen Teil der Färöer in Ruhe entdecken, ist eine Übernachtung auf Vágar sehr praktisch. Du musst dann nicht ständig aus Tórshavn hin- und zurückfahren und kannst besser auf das Wetter reagieren. Das ist hier kein Luxus, sondern fast notwendig.
Sieh dir hier Unterkünfte auf Vágar rund um Sørvágur, Bøur und Múlafossur an. Möchtest du lieber mehrere Tage an einem zentralen Ort auf den Färöern bleiben? Dann ist Tórshavn praktischer. Für Vágar musst du von dort jedoch jedes Mal ein Stück fahren.
Der Múlafossur-Wasserfall passt also perfekt in deine Reiseplanung!
Nicht weil du hier mehrere Stunden verbringst oder weil es eine abenteuerliche Wanderung ist, sondern gerade weil der Ort so einfach erreichbar und so schön ist.
Vom Parkplatz läufst du in wenigen Minuten zu einer der bekanntesten Aussichten der Färöer. Kostenlos, schnell und beeindruckend. Das macht Múlafossur zu einem schönen ersten oder letzten Zwischenstopp auf Vágar, wenn du dich in der Nähe des Flughafens befindest.
Für uns war es die erste richtige Begegnung mit den Färöern: Regenjacken aus dem Koffer holen, Schafe auf der Straße, grüne Klippen und ein Wasserfall, der direkt in den Ozean fällt. Besser kann eine Reise eigentlich nicht beginnen.

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