Allgemein

Backpack richtig packen für eine Hüttentour: Die ultimative Packliste

Backpack voor huttentocht

Planst du eine spannende Hüttentour und bist schon dabei, deinen Rucksack zu packen? Dann haben wir ein paar praktische Tipps für dich. In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du deinen Rucksack für eine Hüttentour optimal packst. Das Wichtigste ist, nicht zu viele Sachen mitzunehmen. Eine allgemeine Faustregel besagt, dass du als fitte Person nicht mehr als 20-25 % deines Körpergewichts über längere Zeit tragen solltest. Also, sorry Ladies, aber die extra Schuhe und das hübsche Sommerkleidchen bleiben besser zu Hause.

Was gehört in deinen Rucksack für eine Hüttentour?

Ich wiederhole es hier noch einmal: Das Gewicht deines Rucksacks sollte gut verteilt sein und du solltest nicht zu viel mitnehmen. Du möchtest schließlich so leicht wie möglich unterwegs sein, um die Wanderungen so angenehm wie möglich zu gestalten. Welche Gegenstände sind also wirklich essenziell?

Packliste HüttentourMein Lieblings-Item
RucksackOsprey Kestrel 38 Herren Hiking Pack
Ich bin ein riesiger Fan dieses Rucksacks – er ist mit allem Komfort ausgestattet, aber dennoch nicht zu groß. Leichtgewichtig, sodass du dich beim Wandern sehr wendig fühlst, besonders auf schmalen und spannenden Abschnitten.
WanderschuheThe North Face Summit Breithorn Futurelight
Es ist wichtig, stabile und bequeme Wanderschuhe zu tragen, die für die Bedingungen geeignet sind, in denen du unterwegs bist. Glaube mir, diese Investition zahlt sich aus. Du solltest einen hoch geschnittenen Schuh mit idealerweise Gore-Tex-Wasserdichtigkeit und robuster Konstruktion wählen, wenn du im felsigen, hochalpinen Gelände wanderst.
Sandalen/SlipperAdidas Adilette Slipper
Nach einem Wandertag ist es herrlich, in Slipper zu schlüpfen und den Füßen Freiheit zu gönnen. Diese Slipper sind ideal für die Dusche, aber auch zum Herumlaufen in der Hütte. Zehentrenner habe ich früher genutzt, aber die sind mit Socken wirklich unpraktisch.
WanderstöckeWanderstöcke Tour alu 5 CROSS
Wanderstöcke sind sehr hilfreich beim Stabilisieren von Abstiegen, wenn du zusätzliches Gewicht auf dem Rücken hast. Sie sind auch super praktisch beim Überqueren von Wasser oder Schneefeldern. In den Alpen wirst du wahrscheinlich bis Ende Juli noch Schnee antreffen.

Tipp: Wähle Stöcke mit Hebelverschlüssen (Flick-Lock-Mechanismus) statt Drehverschlüssen – diese sind langlebiger und halten länger!
Trinkblase2-Liter-Trinkblase MT500
Für längere Touren schwöre ich mittlerweile auf eine Trinkblase. So kannst du beim Gehen trinken und sparst viel Zeit. Wasserflaschen fülle ich immer in den Hütten auf; ist das Leitungswasser dort nicht trinkbar, kannst du immer Flaschenwasser kaufen – meist etwas teurer, da alles per Helikopter angeliefert wird.
StirnbandBuff
Dieses weiche und warme Kopftuch kann auf 10 verschiedene Arten genutzt werden. Ich verwende es als Stirnband, um beim Wandern die Haare aus dem Gesicht zu halten. Buffs schützen auch die Ohren bei windigen Bedingungen. Ich empfehle die leichte Version.
Handschuhe
Aber ich wandere doch im Sommer? Trotzdem unbedingt mitnehmen! Diese Handschuhe helfen dir, Stahlseile sicher zu greifen und schützen deine Handflächen beim Klettern in steilem, felsigem Gelände. Sie sind wirklich unverzichtbar für alle Wanderungen im Hochgebirge!
ReisehandtuchMikrofaser-Reisehandtuch
Wähle ein dünnes Mikrofaserhandtuch, das schnell trocknet. Viele Berghütten in den Alpen verfügen über Duschen.
SockenSportsocken
Gute Socken sind vielleicht noch wichtiger als gute Schuhe, sagt man. Ich schwöre auf reine Baumwollsocken – Sportsocken von Adidas oder Nike. Aber probiere es am besten selbst aus. Manche lieben Wollsocken, ich persönlich finde das übertrieben.
UnterwäscheNimm ausreichend mit, aber auch hier gilt: nicht zu viel!
Schlafsack & MatteSchlafsack und Isomatte: In vielen Hütten gibt es Matratzen und Kissen, aber ein Schlafsack und eine Matte sorgen für zusätzlichen Komfort und Wärme.
Karte & KompassAuch wenn viele Routen gut markiert sind, ist es praktisch, Karte und Kompass dabeizuhaben, falls das Handy ausfällt und du dich wirklich verläufst.
Erste-Hilfe-SetEin kleines Erste-Hilfe-Set mit Pflastern, Verbänden, Schmerzmitteln etc. kann im Notfall sehr nützlich sein.
ToilettenartikelToilettenartikel
Auch hier gilt: wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Hier ein Vorschlag:

– Zahnbürste
– Zahnpasta
– Shampoo
– Seife
– Nagelknipser
– Deo
– Pflaster
– Sonnencreme
OhrstöpselBerghütten sind keine Hotels. Du schläfst oft im Schlafsaal oder hörst andere Wanderer in den Nachbarräumen. Nimm Ohrstöpsel mit, um Schnarchen und andere Geräusche zu blockieren.
StirnlampeEine Stirnlampe ist praktisch, wenn du abends noch etwas machen möchtest und es in der Hütte dunkel ist.
SnacksSorge für ausreichend Energie während der Wanderungen, indem du Snacks wie Nüsse, Trockenfrüchte und Energieriegel mitnimmst.

Der Schwerpunkt deines Rucksacks

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Schwerpunkt deines Rucksacks. Dieser sollte nah am Körper liegen, am besten auf Schulterhöhe. So verhinderst du, dass du nach hinten gezogen wirst und bleibst beim Wandern bequem unterwegs.

Wenn du einen größeren Rucksack hast, ab etwa 30 Litern, ist es sinnvoll, ihn richtig zu packen. Nutze dafür folgende Faustregeln:

  • Leichte Sachen wie Schlafsack und Daunenausrüstung kommen ins untere Fach, mittelschwere Sachen wie Kleidung darüber. Die schweren Gegenstände, wie Zelt und Essen, packst du oberhalb der Schultern, nah am Rücken. Vergiss nicht, kleine, oft gebrauchte Dinge ins Deckelfach zu legen, damit du sie schnell erreichst.
  • Um zu verhindern, dass deine Sachen herumschwingen oder nass werden, solltest du möglichst wenig außen am Rucksack befestigen und alles so kompakt und klein wie möglich halten.
  • Achte auch auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung, besonders in den Seitentaschen. Packbeutel helfen dir, organisiert zu bleiben, und wasserdichte Beutel sind eine sichere Alternative zur Regenhülle.

Unterschiedliche Geländearten

Auf einfachem Gelände (Wanderwege, flache Pfade) sollte der Schwerpunkt der Last höher liegen. In schwierigen Passagen (Alpinrouten, Klettersteige) etwas tiefer und somit näher am Körperschwerpunkt. Dieses Packsystem führt zu einer nach vorne geneigten Haltung, sorgt aber für mehr Balance im Vergleich zu einem höheren Schwerpunkt.

Mit diesen praktischen Tipps bist du bestens vorbereitet für deine Hüttentour! Und wer weiß, vielleicht findest du unterwegs noch ein paar Extras, die du gerne mit nach Hause nehmen möchtest.

Verwandte Beiträge
Allgemein

Die 13 schönsten Wanderungen der Welt (die ich gelaufen bin!)

Wandern ist für mich die beste Art, ein Reiseziel wirklich kennenzulernen. Du siehst nicht nur die…
Weiterlesen
Allgemein

Roadtrips außerhalb Europas im Dezember, Januar und Februar: dem Winter entfliehen!

Während es in den Niederlanden dunkel, kalt und nass ist, kannst du irgendwo auf der Welt einfach…
Weiterlesen
Allgemein

Booking.com beendet Affiliate-Programm: Mein Umstieg auf Stay22

Wenn du wie ich einen Reiseblog betreibst, hast du wahrscheinlich bemerkt, dass Booking.com…
Weiterlesen