Viðoy ist die nördlichste Insel der Färöer und fühlt sich wirklich ein wenig wie das Ende der Straße an. Du fährst von Klaksvík nach Viðareiði, dem nördlichsten Dorf der Inseln. Unterwegs bekommst du genau das zu sehen, was du hier erwartest: Berge, Meer, ruhige Straßen, Aussichtspunkte und Schafe, die sich wenig für deine Planung interessieren.
Wir machten an einem sonnigen Tag eine Rundfahrt über Viðoy. Keine lange Wanderung und kein voller Tagesplan, sondern eine schöne Route entlang von Aussichtspunkten, dem Start der Villingardalsfjall-Wanderung, der Kirche von Viðareiði und Leitisgarður, einem überraschend schönen kleinen Freilichtbauernhof. Besonders bei klarem Wetter ist dies ein sehr schöner Ausflug von Klaksvík aus.
In diesem Blog erzähle ich dir, wie wir unsere Rundfahrt über Viðoy machten, welche Stopps sich lohnen und warum du bereits in 2 bis 2,5 Stunden einen guten Eindruck von der nördlichsten Insel der Färöer bekommst.
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Wo liegt Viðoy?
Viðoy liegt im Norden der Färöer, oberhalb von Klaksvík. Die Insel gehört zu den nördlichen Inseln und ist von Klaksvík aus einfach mit dem Auto erreichbar. Dadurch ist sie ein logischer Ausflug, wenn du dort übernachtest.
Das wichtigste Dorf auf Viðoy ist Viðareiði. Es ist das nördlichste Dorf der Färöer und liegt wunderschön zwischen hohen Bergen und dem Meer. Du kommst nicht wegen Geschäften, Trubel oder großer Attraktionen hierher, sondern vor allem wegen der Lage und der Aussicht.
Wir übernachteten selbst in Klaksvík. Von dort ist Viðoy sehr gut als kurze Route machbar. Du musst keinen ganzen Tag dafür einplanen, außer du möchtest die schwere Wanderung nach Villingardalsfjall oder weiter in Richtung Enniberg machen.
Unsere Route über Viðoy im Überblick
Wir fuhren die Rundfahrt über Viðoy im Uhrzeigersinn. Durch den relativ neuen Tunnel kommst du zuerst zu einem schönen Aussichtspunkt und fährst danach weiter in Richtung Viðareiði. Am Ende kannst du über die alte Straße entlang der Klippen wieder zurück zum Anfang des Tunnels fahren.
Unsere Stopps waren:
- Viðareiði Viewpoint: kurzer Stopp mit Aussicht auf Berge und Meer.
- Startpunkt der Villingardalsfjall-/Enniberg-Wanderung: wunderschöne Aussicht, aber wir machten die schwere Wanderung nicht.
- Western Outlook of Viðareiði: Aussicht bei der Kirche und auf die Felsen am Meer.
- Leitisgarður: ein kleiner Freilichtbauernhof mit Tieren und färöischen Häusern.
- Die alte Straße entlang der Klippen: schmal, schön und mit genug Ausweichstellen.
Insgesamt waren wir ungefähr 2 bis 2,5 Stunden unterwegs. Darin waren die Stopps, das Anschauen der Aussicht und ein Besuch bei Leitisgarður enthalten. Die Route ist also perfekt, wenn du von Klaksvík aus noch einen halben Tag füllen möchtest.

Viðareiði Viewpoint: kurzer Stopp, große Aussicht
Wenn du durch den Tunnel fährst und die Insel im Uhrzeigersinn erkundest, kommst du zuerst am Viðareiði Viewpoint vorbei. Du musst hier nicht lange bleiben, möchtest aber wahrscheinlich kurz aus dem Auto steigen.
Du blickst hier auf eine wunderschöne Berglandschaft und siehst auch eine Insel im Wasser. Besonders an einem sonnigen oder klaren Tag ist dies ein schöner erster Eindruck von Viðoy. Bei unserem Besuch spielte das Wetter zum Glück mit. Dann siehst du sofort, warum sich der Umweg auf diese Insel lohnt.

Wie so oft auf den Färöern muss ein Stopp nicht groß oder kompliziert sein. Ein paar Minuten parken, aussteigen, ein Foto machen und weiterfahren. Mehr ist hier eigentlich nicht nötig.

Startpunkt der Villingardalsfjall- und Enniberg-Wanderung
Danach fuhren wir weiter nach Viðareiði zum Startpunkt der Villingardalsfjall- und Enniberg-Wanderung. Oben gibt es einen kleinen Parkplatz. Bereits von dort hast du eine wunderschöne Aussicht auf das Dorf, die Berge und das Meer.
Wenn der obere Parkplatz voll ist, kannst du auch bei der Schule parken und nach oben laufen. Das machten wir. Nicht weil wir die ganze Wanderung machen wollten, sondern weil es sich so trotzdem wie ein kleiner Spaziergang anfühlte und unser Baby währenddessen gut in der Babytrage schlafen konnte.

Die richtige Wanderung nach Villingardalsfjall soll anstrengend sein. Du steigst deutlich nach oben und der Weg wird weiter oben technischer und felsiger. Es steht außerdem deutlich angegeben, dass du 200 Dänische Kronen pro Person bezahlen musst, wenn du diese Wanderung machen möchtest.
Wir machten die Wanderung selbst nicht. Und ehrlich gesagt fühlte sich das wie die richtige Entscheidung an. Die Aussicht am Startpunkt ist bereits wunderschön. Für eine lange und technische Wanderung brauchst du wirklich Lust, Zeit, gutes Wetter und starke Beine. Möchtest du weiter in Richtung Enniberg gehen, würde ich vorher sehr genau prüfen, was sinnvoll und sicher ist. Das ist keine Wanderung, die du „mal eben“ machst.

Viðareiði: schön zwischen Bergen und Meer gelegen
Viðareiði ist klein, aber die Lage ist sehr beeindruckend. Das Dorf liegt zwischen den Bergen und dem Meer und bietet in alle Richtungen schöne Aussichten. Vom Parkplatz bei der Schule liefen wir zurück zum Auto und fuhren danach weiter zur Kirche. Bei der Kirche bekommst du wieder eine völlig andere Aussicht auf das Meer. Du kannst hier außerdem etwas näher an die Felsen gehen und nach unten zum Wasser schauen.
Keine lange Wanderung und kein Trubel, sondern ein ruhiger Ort, um sich kurz umzusehen. Besonders bei klarem Wetter ist die Kombination aus Kirche, Felsen, Meer und Bergen sehr schön.
Western Outlook of Viðareiði
Der westliche Aussichtspunkt bei Viðareiði ist eine gute Ergänzung zu den anderen Stopps. Du siehst hier eine andere Seite des Dorfes und der Küste. Gerade deshalb ist es schön, nicht nur an einem Aussichtspunkt anzuhalten, sondern wirklich die ganze Rundfahrt zu machen.
Von dieser Seite blickst du schön über das Meer und die felsige Küstenlinie. Du musst hier nicht lange bleiben. Wenn du aber sowieso auf Viðoy bist, würde ich diesen Stopp auf jeden Fall mitnehmen.

Leitisgarður: überraschend schöner Stopp mit Kindern
Nach den Aussichtspunkten fuhren wir weiter nach Leitisgarður. Und das war für uns eine wirklich schöne Überraschung. Es ist eine Art kleiner Freilichtbauernhof mit Tieren und nachgebauten färöischen Häusern.
Du siehst dort unter anderem Enten, Gänse, Lämmer, eine kleine Ziege, Tauben und weitere Tiere. Für Kinder ist das natürlich sehr schön. Aber auch wir als Erwachsene fanden den Stopp angenehm. Alles ist klein, ruhig und einmal etwas anderes als noch ein weiterer Aussichtspunkt.



Unsere Kleine fand es natürlich ebenfalls schön, die Tiere zu sehen. Nach mehreren Tagen voller Autorouten, Berge und Aussichtspunkte ist ein Ort mit Tieren eine ideale Abwechslung. Besonders wenn du mit Kindern reist, würde ich Leitisgarður nicht auslassen.
Besonders schön ist, dass sich der Ort nicht wie eine große touristische Attraktion anfühlt. Er wirkt eher wie ein charmanter lokaler Stopp, in den jemand deutlich viel Aufmerksamkeit gesteckt hat. Kleine Häuser, Tiere, ein Gefühl wie in einem Freilichtmuseum und rundherum weiterhin die raue Landschaft von Viðoy.
Zurück über die alte Straße entlang der Klippen
Nach Leitisgarður kannst du über die alte Straße zurückfahren. Diese Route führt teilweise an den Klippen entlang und ist an einigen Stellen einspurig. Zum Glück gibt es genug Ausweichstellen für den Gegenverkehr.
Wir fanden das eine schöne Art, die Rundfahrt zu beenden. Du bekommst noch einige zusätzliche Aussichten und kommst schließlich wieder am Anfang des Tunnels heraus. Dadurch musst du nicht genau dieselbe Straße zurückfahren und es fühlt sich wirklich wie eine kleine Rundfahrt über die Insel an.
Fahr aber ruhig. Die Straße ist nicht schwierig, aber auf den schmalen Abschnitten solltest du dir Zeit nehmen. Besonders wenn plötzlich ein anderes Auto oder ein Schaf auftaucht.
Kurz nach Kunoy?
Auf dem Rückweg machten wir außerdem eine kurze Rundfahrt über Kunoy. Dorthin kommst du durch einen besonderen einspurigen Tunnel. Schon das ist eine eigene Erfahrung.
Im Vergleich zu allem, was wir vorher auf den Färöern gesehen hatten, fanden wir Kunoy selbst nicht besonders beeindruckend. Wenn du genug Zeit hast, kannst du es kurz mitnehmen. Wenn du dich entscheiden musst, würde ich Viðoy aber weiter oben auf deine Liste setzen.

Viðoy mit Klaksvík und Klakkur kombinieren
Viðoy lässt sich sehr gut mit Klaksvík kombinieren. Wir übernachteten selbst in Klaksvík und konnten von dort einfach zur Insel fahren. Dadurch fühlt sich Viðoy nicht wie ein großer Tagesausflug an, sondern eher wie eine schöne Rundfahrt für einen Vormittag, Nachmittag oder frühen Abend.
Hast du noch genug Energie und klare Sicht? Dann kannst du Viðoy mit der Klakkur-Wanderung bei Klaksvík kombinieren. Diese Wanderung bietet eine wunderschöne Aussicht auf Klaksvík, Kalsoy, Kunoy und die Fjorde. Wir würden beide Aktivitäten aber nicht zu eng planen. Bei gutem Wetter möchtest du dir oben auf Klakkur schließlich auch etwas Zeit nehmen.
Machst du beides an einem Tag, würde ich Klakkur bei guter Sicht besuchen und danach die ruhigere Rundfahrt über Viðoy machen. Andersherum ist natürlich auch möglich, besonders wenn du am Nachmittag oder Abend schönes Licht bei Viðareiði hast.

Übernachten bei Viðoy
Für Viðoy ist Klaksvík der logischste Ausgangspunkt. Wir übernachteten dort selbst in einem Bootshaus und fanden die Lage ideal für diesen nördlichen Teil der Färöer. Du wohnst in der Nähe von Viðoy, Klakkur und den anderen nördlichen Inseln und hast trotzdem Geschäfte und andere Einrichtungen in der Nähe.
Klaksvík ist einer der größeren Orte der Färöer. Erwarte keine lebhafte Stadt, aber Geschäfte, Unterkünfte, einen Hafen und genug Komfort für einige Nächte im Norden.
Möchtest du ebenfalls in dieser Umgebung übernachten? Sieh dir dann Unterkünfte in Klaksvík über Booking an. Besonders wenn du Viðoy und Klakkur kombinieren möchtest, ist dies ein praktischer Ort zum Übernachten.
Wie viel Zeit brauchst du für Viðoy?
Für eine Rundfahrt über Viðoy ohne lange Wanderung würde ich ungefähr 2 bis 2,5 Stunden einplanen. Dann hast du Zeit für die Aussichtspunkte, den Startpunkt der Villingardalsfjall-Wanderung, die Kirche, Leitisgarður und die alte Straße entlang der Klippen.
Möchtest du die Wanderung nach Villingardalsfjall machen, sieht die Planung völlig anders aus. Dann brauchst du deutlich mehr Zeit und musst eine anstrengende Wanderung, die Gebühr und das Wetter berücksichtigen.
Für uns war die Rundfahrt ohne Wanderung genau richtig. Schön, abwechslungsreich und nicht zu anstrengend. Besonders an einem sonnigen Tag ist Viðoy eine sehr schöne Ergänzung zu deinem Aufenthalt in Klaksvík.
Praktische Tipps für Viðoy
- Fahr die Rundfahrt im Uhrzeigersinn. Dann kommst du zuerst am Aussichtspunkt vorbei und kannst über die alte Straße entlang der Klippen zurückfahren.
- Nimm die alte Straße mit. Sie ist schmal, aber schön und dank der Ausweichstellen gut machbar.
- Parke bei der Schule, wenn der Parkplatz am Start der Wanderung voll ist. Von dort kannst du nach oben zum Startpunkt laufen.
- Mach Villingardalsfjall nicht einfach zwischendurch. Die Wanderung ist anstrengend, kostet 200 DKK pro Person und braucht gutes Wetter.
- Halte mit Kindern bei Leitisgarður an. Die Tiere und kleinen Häuser sorgen für eine schöne Abwechslung.
- Kombiniere Viðoy mit Klaksvík. Von dort ist die Insel schnell und einfach erreichbar.
- Fahr bei klarem Wetter. Auf Viðoy geht es vor allem um die Aussicht. Dann möchtest du natürlich auch etwas sehen können.
Viðoy: eine kleine Rundfahrt in den äußersten Norden
Viðoy ist keine Insel, für die du ohne Wanderung einen ganzen Tag brauchst. Wenn du in Klaksvík übernachtest, würde ich die Rundfahrt aber auf jeden Fall machen. Du fährst zum nördlichsten Dorf der Färöer und siehst raue Berge, Aussichtspunkte, das Meer und einen überraschend schönen Bauernhof-Stopp bei Leitisgarður.
Uns gefiel vor allem die Kombination. Zuerst schöne Aussichten, danach ein kurzer Spaziergang beim Startpunkt der Wanderung, anschließend die Kirche und die Felsen bei Viðareiði und zum Schluss Tiere bei Leitisgarður. Es ist eine ruhige und abwechslungsreiche Rundfahrt, die gut zu einem Tag im Norden passt.
Hast du klares Wetter und bist sowieso in Klaksvík? Dann ist Viðoy auf jeden Fall einen Umweg wert. Nicht groß oder lebhaft, aber gerade deshalb sehr typisch für die Färöer.

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